Urlaub auf bulgarisch 2021 (3)

Teil 3 – Was noch so war

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als wir unser Domizil im Prinzip nicht verlassen haben, weil die Kinder so gar keine Lust auf überhaupt irgendetwas hatten, war für mich ganz klar, dass dieses Jahr Ausflüge und Unternehmungen unbedingter Bestandteil unseres Urlaubs sein müssen. Ich besprach das im Vorfeld auch mit den Kindern. Jeder würde mal zurückstecken müssen, damit alle einen schönen Urlaub haben können.

Sie fanden das auch vollkommen in Ordnung und waren dieses Jahr wesentlich motivierter (viel weniger ging ja eigentlich auch gar nicht).
Hier möchte ich auch noch einmal erwähnen wie toll es ist, große Kinder zu haben. Es sind nämlich wieder Dinge möglich, die man sich als Eltern von kleinen Kindern gar nicht (mehr) vorstellen kann.
Das Fräulein Wunder will lieber auf ihrem Zimmer lesen? Fein, wir sind dann mal am Pool. (Zur Pizza-Zeit kam sie dann immer nach, schlug sich den Bauch voll, planschte mit uns ne Runde und verschwand dann wieder in ihre Teenager-Einsamkeit).
Miss Allerliebst ist nach fünf Stunden Non-Stop im Pool erschöpft und möchte jetzt lieber eine Runde Dr. Benx auf youtube gucken? Super, geh schon mal vor duschen, der tolle Mann und ich trinken noch einen Gin-Tonic an der Bar.
Die Kinder wollen ausschlafen und haben keinen Bock auf Frühstück? Wunderbar, der tolle Mann und ich frühstücken in aller Ruhe gemütlichst alleine.
Plötzlich ist da wieder ganz viel Zweisamkeit, sei es, weil Miss Allerliebst inzwischen so gut schwimmen kann, dass man sie nicht jede Sekunde im Wasser im Auge behalten muss, oder weil die Kinder lieber früher/länger auf dem Zimmer bleiben wollen oder weil wir Eltern Dinge (auch mal außerhalb des Hotels) machen/sehen/erkunden wollen, auf die die Kinder keine Lust haben.

Wichtig war mir trotzdem (und natürlich waren das auch die schönsten Momente), dass wir auch viele Dinge zusammen machen. Dass wir zu viert zusammen sind und jeder seinen Spaß dabei hat.
Das waren die Nachmittage am Pool oder am Meer, die Abende, an denen wir uns heiße Tischtennis-Matches lieferten oder mit einem Becher in der Hand vor der Showbühne saßen, als wir die Promenade entlang flanierten und gemeinsam überlegten, wer wie sein Urlaubs-Taschengeld ausgibt oder eben die Ausflüge, für die wir uns gemeinsam entschieden.

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Urlaub auf bulgarisch 2021 (2)

Teil 2 – Hotel und Umgebung

Vor diesem Urlaub hatten wir überhaupt keine Vorstellung von Bulgarien. Im Grunde kamen wir auf das Land, weil dort die Hotels mit am günstigsten waren.

Wenn wir dann Freunden oder Verwandten erzählten, dass wir dieses Jahr nach Bulgarien reisen würden, hörte man ganz oft „Ach da war ich auch schon. Ist aber Ewigkeiten her. War aber total schön!“

Uns reizte an dem Land besonders die Mischung aus Bergen und Wald in Verbindung mit dem Schwarzen Meer und Sandstrand. Tatsächlich konnten wir von unserem Balkon aus beides sehen. Links der Wald (Naturschutzgebiet), rechts der Strand. Dazwischen nur das Hotel, die Poolanlage, ein paar Rutschen, ein kleiner hoteleigener Park und die Goldstrand-Promenade.

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Urlaub auf bulgarisch 2021 (1)

Teil 1 – Der Anreisekrimi

Wie immer fuhr uns mein Papa zum Flughafen. Mit 10:35 Uhr hatten wir dieses Jahr eine vernünftige- um nicht zu sagen perfekte – Abflugzeit erwischt.
Wir stehen also pünktlich am Check-In und ich reiche unsere Ausweise über den Tresen. Der Mann dahinter zieht den Pass des Fräuleins durch einen Scanner am Computer, nickt, legt ihn beiseite, zieht dann den Pass der Miss durch den Scanner, nickt, legt ihn beiseite, zieht den Ausweis des tollen Mannes durch den Scanner, nickt, legt ihn beiseite, zieht dann meinen Perso durch den Scanner, nickt nicht und runzelt die Stirn. Er zieht das Dokument noch ein, zwei Mal durch, wirft dann einen Blick darauf und schiebt ihn mir über den Tresen zurück. „Den sollten Sie auch mal verlängern lassen,“ sagt er und ich kann ihn nur verständnislos angucken. „Der ist im Dezember abgelaufen,“ erklärt er mir auf meinen fragenden Gesichtsausdruck hin und mir wird ganz schlecht.
In der irrigen Annahme, dass ich trotzdem irgendwie schon eingeckeckt bin, frage ich dann auch ganz dümmlich „und komme ich mit dem Ausweis denn auch wieder zurück?“ und er entgegnet ganz lakonisch „ich muss erst einmal sehen, ob sie damit überhaupt hin kommen.“

Dann kann man seine Augen beim Lesen beobachten. Wie sie wie auf einer Murmelbahn immer wieder von rechts nach links gleiten und dabei bis ganz nach unten wandern, bis sie das Ende der Seite erreicht haben und scheinbar keine Antwort auf die dringende Frage gefunden haben, ob ich denn nun mit diesem wertlosen Stück Plastik nach Bulgarien einreisen darf.
Es folgt dann auch der Satz „das muss ich mit meinem Chef besprechen.“ sprach’s und verschwand nach rechts aus dem Bild.
Das Zeit relativ ist, wurde uns die nächsten gefühlten zwei Stunden, die in Wirklichkeit wahrscheinlich „nur“ 15 Minuten waren, klar.
Wir arbeiteten derweil einen eher diffusen Notfallplan aus: Der tolle Mann sollte mit den Kindern wie geplant fliegen („Neiiiin Mamaaaa!!!“) und ich würde sehen, wie ich zu Hause an ein neues Ausweisdokument kommen konnte und würde nachkommen. An Umbuchungs-, Stornierungs- oder anderweitige Kosten wollten wir da im Moment noch gar nicht denken. Aber dass das teuer werden würde, stand für mich eigentlich schon fest.

Irgendwann kam der nette Mann eiligen Schrittes zurück. Inzwischen war die Schlange hinter uns auf sehr beeindruckende Weise angewachsen.
„Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht,“ eröffnete der Mann die Urteilsverkündung. „Die schlechte: Sie können mit diesem Ausweis nicht nach Bulgarien einreisen. Die meisten EU-Staaten akzeptieren zwar bis zu einem Jahr abgelaufene Ausweise, aber Bulgarien eben nicht.“
Schluck
„Die gute: Hier im Gebäude befindet sich eine Stelle der Bundespolizei, die können Ihnen ein Ersatzdokument ausstellen.“
Selten fühlte ich mich so erleichtert!

Das Fräulein Wunder begleitete mich zu der Polizeidienststelle („Hier um die Ecke, die Rolltreppe hoch, dann links und nach etwa 50 Metern rechts“ Öhm?!? Wo?) während der tolle Mann unser Gepäck aufgab. Für gerade Mal 8 Euro (ACHT!) bekam ich ein buntes, schimmerndes Dokument, mit dem ich genau zwei Wochen und einen Tag reisen konnte. Das Ganze dauerte eine gute halbe Stunde.
Danach noch einmal zurück zum Lufthansa Check-In Schalter, damit auch ich mit unserem Gepäck mitfliegen durfte (hier ein kleiner Tipp für Familien: Lufthansa verfügt über einen Family-Check-In. Dort ist die Schlange sehr, sehr kurz uuuuund, man wird sogar als Familie beim Einsteigen ins Flugzeug vor allen anderen namentlich aufgerufen) und wie wir dann gerade so zum Gate gehastet kamen, schallte auch schon direkt unser Name aus den Lautsprechern (kurzzeitige Panik, weil wir dachten, wenn die unseren Namen kennen, ist bestimmt doch irgendetwas mit meinem neuen Ausweis nicht in Ordnung – war aber nur der Family Check-In) und wir betraten als allererste den Shuttle-Bus zum wartenden Flugzeug. Punktlandung.
Puh!

Das Schlimmste an dem ganzen Schlamassel ist und bleibt natürlich, dass der tolle Mann mich etwa 10 Tage vor Abreise noch fragte, ob denn alle unsere Ausweise noch gültig seien. Ich antwortete im Brustton der Überzeugung „Ja, ja, hab ich doch schon längst geguckt und den Pass vom Fräulein Wunder haben wir ja deshalb auch schon vor Wochen verlängern lassen.“ Fragen Sie mich nicht, warum ich nicht auf die Idee gekommen bin, mal meinen eigenen Ausweis anzugucken.
Sie dürfen sich nun gerne vorstellen, welch eine Freude der tolle Mann den gesamten Urlaub über dabei empfunden hat, immer wieder den abgelaufen Ausweis „ganz zufällig“ ins Gespräch zu bringen.
Running-Gag.
Auf meine Kosten.
Da machten irgendwann sogar die Kinder mit.
Aber das habe ich wohl verdient.

12 von 12 im September 2021

Gestern (Sonntag) war wieder einmal der 12te eines Monats. Also wieder Zeit für 12 Fotos vom 12ten.

Ins Leben gerufen hat dies Caro von Draußen nur Kännchen.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Immer am 12. eines Monats macht man jede Menge Fotos und stellt am Abend (oder wie ich an einem der nächsten Tage) 12 Fotos des Tages online. Los geht’s:

Am Morgen heißt es erst einmal die Reste vom Siedlerabend mit der liebsten Julia aufräumen. Es war der erste nach unserer Urlaubsrückkehr am Donnerstag und von daher entsprechend spät. Der tolle Mann und ich haben jeweils eine Partie gewonnen.
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12 von 12 im August 2021

Tatsächlich hat sich mein Hirn am Donnerstag freiwillig daran erinnert, dass der 12. ist und ich bei der 12von12-Aktion mitmachen könnte.
Ins Leben gerufen hat dies Caro von Draußen nur Kännchen.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Immer am 12. eines Monats macht man jede Menge Fotos und stellt am Abend (oder wie ich an einem der nächsten Tage) 12 Fotos des Tages online. Los geht’s:

Der Morgen beginnt früh um 6.20 Uhr an meinem Mini-Homeoffice Platz. Wenn es irgendwie geht, arbeite ich von hier, weil der Bildschirm einfach viel größer ist, als unser kleiner Laptop.
Die erste Kanne Tee ist hier schon gekocht und die Socken liegen für die kalten Füße bereit.
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Freitagsfüller #22

1. Bei diesem Wetter  werde ich total träge und lese Stunden am Stück .

2. Fremde Menschen in mein Haus zu lassen verursacht mir Unbehagen.

3. Ich habe gehört, dass ein Freund eine Woche Urlaub auf einem Hausboot macht und bin sehr gespannt, was er danach zu berichten hat.

4.  Wir haben von Fenistil einen Stift gegen Mückenstiche.

5. Eiskalte Getränke mag ich bei diesem Wetter gar nicht.

6.  Diese Woche ist schon wieder vorbei. Damit rückt unser Urlaub immer näher.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Pizza und einen Filmabend mit meinen Liebsten, morgen habe ich geplant, morgens Laufen zu gehen und abends mit dem tollen Mann und den Mädels zu grillen und Sonntag möchte ich leckeres Gulasch mit Spätzle kochen! (gääääähn)

Was sonst noch so war

Bei der Durchsicht meiner Fotos auf dem Handy ist mir aufgefallen, dass es ein paar kleine Geschichten oder Anmerkungen gibt, die ich hier noch gerne festhalten möchte.
Demnach kommen hier noch ein paar Dinge aus der jüngsten Vergangenheit.

Inzwischen sind meine Haare wieder so lang gewachsen, dass ich sie zu einem Mini-Zopf zusammen binden kann. Zuletzt richtig abgeschnitten hatte ich sie im Sommer 2018. Ich habe also drei Jahr gebraucht, um sie wieder so lang zu kriegen. Andere machen das in einem. Aber gut, dafür verliere ich kaum welche. Das ist doch auch schonmal was.

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Geschafft!

Endlich sind Ferien! Ich bin so erleichtert, dass ich beinahe vergesse, dass ich trotzdem noch 3 Wochen arbeiten muss, bevor auch ich ausschlafen darf.

Das vergangene Schuljahr war auf so unterschiedliche Weise herausfordernd: Schule mal auf mal zu, dann Wechselunterricht, dann doch wieder Präsenz … ah nein, doch nicht, dünne Nervenkostüme auf allen Seiten, einem Fräulein, das nicht mehr in die Schule ging, Maskenpflicht, die Kopfweh und Übelkeit verursachte, Klassenarbeiten, von denen wir manchmal erst zwei Tage vorher erfuhren und last but not least habe ich mir in diesem Jahr definitiv ein Lehrergehalt verdient.

An dieser Stelle möchte ich einfach mal sagen, wie stolz ich auf meine Kinder bin. Sie haben jeden Tag wieder gekämpft: Mit ihrer Motivation, ihrer Disziplin und wohl auch mit mir. Es hat uns alle so viel Kraft gekostet sich immer wieder auf Neues einzustellen, mit der Entwicklung und den Veränderungen Schritt zu halten und dabei das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren: Wir sind nur Menschen und keine Maschinen.

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Lese-Entdeckung

Ich habe schon lange nichts mehr über Bücher geschrieben. Nach wie vor verschlinge ich pro Woche ein bis zwei Romane. Einzige Voraussetzung für meine Wahl dabei ist, dass mich der Klappentext anspricht. Hauptsächlich lese ich Thriller und Krimis (gibt es da eigentlich einen Unterschied?), aber dazwischen findet sich auch ganz gerne mal eine Liebeschnulze (wenn sie gut geschrieben und nicht übertrieben viele Sexszenen enthält) oder auch mal ein historischer Roman.
Die klassische Literatur und ich haben leider nicht das beste Verhältnis. Ich habe dann immer das Gefühl, ich müsste während des Lesens denken. Das ist so ähnlich, als würde ich einen Film in englisch gucken und dabei immer auf die deutschen Untertitel schielen. Kann man machen, hat für mich aber nichts mehr mit „im-Film-versinken“ und Mitfiebern zu tun.

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich ja meine neuste Leseentdeckung vorstellen.

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Freitagsfüller #21

Auch heute wieder der Freitagsfüller, ins Leben gerufen von Barbara. Der fettgedruckte Teil des Satzes ist vorgegeben, den Rest habe ich ergänzt.

1.   Eine Modesünde ist für mich Socken in Sandalen zu tragen (gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren) .

2.    Ich hatte gehofft, das mit meinem Tennisarm wird langsam besser, stattdessen wird es eher noch schlimmer.

3.    Ich möchte gerne mal wieder indisch mit der liebsten Julia essen gehen.

4.    Die Winterdecken, -Jacken und Schlafsäcke befinden sich in großen Schubladen unter meinem Bett.

5.    Das Problem mit unserer Wachmaschine hat sich Gott sei Dank nach endlosen vier Wochen gestern erledigt.

6.     Es gab zwar keinen Witz der Woche, aber Christian Hanne ist wieder in den Urlaub gefahren und sein Reisebericht versüßt mir jeden Morgen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Essengehen mit meinen geliebten Käfermädels, morgen haben wir geplant, mit der liebsten Julia erst zu grillen und uns dann eine Siedlerschlacht zu liefern und Sonntag möchte ich verbummeln!