Das vergangene Jahr, da sind der tolle Mann und ich uns einig, gehört nicht gerade zu unseren besten.

Bestimmt wurde das gesamte Jahr durch die Krankheit meiner Mama. Mal ganz abgesehen von den Sorgen, die ich mir mache und den immer wieder eher niederschmetternden Diagnosen, den Schmerzen, die sie leiden muss und der Ungewissheit, der wir immer noch Tag für Tag ausgesetzt sind, fehlt uns auch ihre Unterstützung an allen Ecken und Enden.
Zum finalen Abschluss musste sie auch dieses Jahr Weihnachten und Silvester wieder im Krankenhaus verbringen.

Die zweite Jahreshälfte beschäftigte uns unser Anbau mehr oder weniger Tag und Nacht. Das ganze Chaos und die Unordnung setzen mir ziemlich zu. Ich habe das Gefühl, dass nichts an seinem Platz ist, ich habe ständig kalte Füße und ich friere. Ende Januar soll alles fertig sein. Dann wird alles wundertoll und hübsch. Bis dahin heißt es noch eine Weile Augen zu und durch.

Ein weiteres großes Thema war für mich in diesem Jahr tatsächlich Sport. Bereits nach der Geburt von Miss Allerliebst hatte ich das Walken für mich entdeckt, was ich fleißig mit ihr im Kinderwagen betrieben habe.
Doch irgendwann reichte mir das nicht mehr und so lief ich Anfang März einfach mal los. Und ab da lief ich regelmäßig ein bis zwei Mal die Woche.
Eigentlich tat ich das, um meine etwas außer Form geratene Figur wieder auf die Reihe zu bekommen. Aber so wirklich Erfolg hatte ich damit nicht. Im Internet stolperte ich schließlich über Shred und las von den Wundern, die dieses halbstündige Trainigsprogramm angeblich vollbringen kann. Ich kaufte mir umgehend die DVD und begann zu shreden. Mit unglaublich tollem Ergebnis.
Danach kaufte ich mir die Bauch-Beine-Po-DVD von Jillian Michaels und wechselte mich damit, mit dem Laufen und Shred-Einheiten ab. Ab etwa November brach dann meine Fitnessleidenschaft leider etwas ein. Zum Einen lag das sicherlich an den Bauarbeitern, die hier vormittags (meine beliebte Trainingszeit) durch das Haus wuselten, zum Anderen auch an schlichter Faulheit. Mittwochs ging ich im hiesigen Turnverein in Step-Aerobic und anschließend einen BBP-Kurs, am Wochenende ging ich Laufen. Anfang Dezember, nachdem mittwochs wegen Ferien, Theaterprobe und Weihnachten kein Training mehr war und es draußen nass und kalt wurde, stellte ich dann den Sport komplett ein. Das ergab sich so und war nicht wirklich eine bewusste Entscheidung. Stattdessen habe ich gegessen. Auch gerne mal ne Tafel Schokolade am Abend, was ich schon eeeeeewig nicht mehr gemacht habe. Ich habe das genossen und bereue nichts. Das muss eben auch mal sein.
Dafür habe ich nun schon den 3. Tag wieder fleißig mein Shred-Programm absolviert. Größenwahnsinnig wie ich bin, hab ich mit Level 2 begonnen und in der Hälfte schlapp gemacht. Die nächsten 30 Tage ist also wieder (beinahe) jeden Tag Sport angesagt. Und es macht tatsächlich auch wieder Spaß.

Im März besuchte ich auch eines meiner zwei Konzerte in 2014 (definitiv zu wenige). Die Backstreet Boys beehrten uns tatsächlich noch einmal. Zudem erhielt ich Konzertunterstützung aus Bayern und dem Saarland und es war einfach großartig mit gleichgesinnten in dem Wahnsinn zu schwelgen, den sonst keiner versteht.
Leider hatten wir nicht so tolle Plätze, so dass die Stimmung nicht so ganz übersprang, aber die Jungs hatten sichtlich Spaß und manch alter Lieblingssong riss mich dann doch vom Sitz.

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Im Mai waren wir in Urlaub. 10 Tage Dauerregen im Bayrischen Wald. Die Kinder liefen auf dem Ferienbauernhof hauptsächlich in Matschklamotten rum und nutzen die Spielscheune ausgiebigst. Das Fräulein Wunder war glücklich über das tägliche Ponyreiten und überhaupt scheint es den Kindern richtig gut gefallen zu haben. Ist ja auch schon was.

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Anschließend trafen wir uns mit meinen Eltern, Onkel und Familie und Cousine und Familie in einem schicken Hotel. Leider verbrachte meine Mama auch diese paar Tage im Krankenhaus und stieß erst am Abreisetag wieder zu uns. Also alles in allem hätte auch dieser Urlaub besser laufen können.

Wir feierten dieses Jahr drei runde Geburtstage und trafen uns hierfür mit der Clique sehr regelmäßig, was mir ausnehmend gut gefallen hat. Jeder ist so in seinen Alltag eingebunden, dass ein Einfach-mal-so-treffen sehr selten stattfindet. So haben uns Planung und Event immer wieder zusammengeführt und wir hatten dabei richtig viel Spaß. Für dieses Jahr müssen wir uns also eine neue Strategie einfallen lassen.

Im Juni feierten wir mit all unseren Käferkindern Geburtstag. Wir lernten uns ja bekanntlich im Geburtsvorbereitungskurs kennen und daher haben unsere Kinder auch alle innerhalb von 8 Wochen Geburtstag. Jedes Jahr feiern wir dies mit einer großen Gartenparty. Es gibt Würstchen und Salate, Bowle und Kuchen, Eis und Planschbecken, Geschenke und Spiele. Und es ist einer der wenigen Termine, an dem wir alle gemeinsam versammelt sind.

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Und je älter die Kinder werden, desto entspannter werden diese Dienstag-Nachmittage für uns Käfer-Mamas. Die fünf Großen sind eigentlich nur unterwegs und sind wahrscheinlich froh, wenn sie uns ein paar Stunden los sind, die drei Kleinen kommen ab und an vorbei, meist aber nur, wenn sie Hunger oder Durst haben.
Dadurch, das die meisten der Mamas wieder arbeiten, schaffen wir es sehr selten uns an den Käfernachmittagen alle zu sehen. Wir sind mittlerweile ein festes Dreiergespann geworden, zu dem die anderen beiden ab und an dazustoßen.
Gerade deshalb sind unsere gemeinsamen, abendlichen Unternehmungen so wichtig. Wir lassen uns Zeit und genießen es einfach, zusammen sein zu können.

Auch meinen Geburtstag feierte ich dieses Jahr mit meinen Käfer-Mamas. Ich habe ein vier Gänge Menü gekocht und wir nutzten sozusagen ein letztes Mal die Terrasse, die zu diesem Zeitpunkt noch stand.

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Im Juli ließ ich mich dann zum ersten Dieter Thomas Kuhn Konzert meines Lebens mitnehmen. Nette Location, schönes Konzert, seltsame Besucher. Und das alles unter freiem Himmel mit Texten zum Mitsingen. Was will man mehr?

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Seit 1. August bin ich dann auch offiziell ohne Beschäftigung. Mein Arbeitsvertrag endete beinahe unbemerkt. Die Wehmut kam erst etwas später. Und hält weiterhin an. Wie gerne würde ich ganz unkompliziert im Mai wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurück kehren. Stattdessen werde ich mich nach einer neuen Betätigung umsehen müssen. Ein Jobangebot ist schon in Aussicht, ich weiß allerdings noch nicht, ob ich dort wirklich glücklich werden würde.
Und so werde ich mich jetzt im Januar das erste Mal mit der Agentur für Arbeit auseinander setzen müssen und mir über Bewerbungen Gedanken machen. Etwas, auf das ich durchaus verzichten könnte.

Im September dann mein erster, öffentlicher Lauf. Michi und ich hatten uns für den Frauenlauf in Mannheim angemeldet und es war echt ein Erlebnis. Dieses Jahr wollen wir da unbedingt auch wieder hin und mal sehen, was uns noch so für weitere Veranstaltungen über den Weg laufen.

Im Oktober dann das nächste Event: Oktoberfest in Mannheim. Ich habe mir tatsächlich ein Dirndl gekauft und fühlte mich ein bißchen wie Fastnacht. Aber das Fest an sich war schön. Wir hatten einen Platz direkt an der Bühne und die Band hatte eine ziemlich gute Sängerin. Sowas gefällt mir ja immer sofort.
Außerdem war ich mit ganz vielen, lieben Freundinnen dort, was mich den ganzen Abend von einem Tisch zum Anderen und wieder zurück und wieder raus um eine zu rauchen und wieder rein und von Tisch zu Tisch getrieben hat. Von daher war diese Veranstaltung für mich ziemlich zerstückelt und eher in Bildern statt in Filme aufgeteilt. Trotzdem oder gerade deswegen war es ein toller Abend.

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Im November stand unser alljährliches Wellenesswochenende an. Leider konnte Lieblingssusi nicht mitkommen und Kathi und ich brauchten Ersatz. Ganz spontan sind zwei meiner Käfermamas eingesprungen und so wurde es doch noch ein wundertolles Wochenende.
Ich weiß noch nicht, wie wir das dieses Jahr lösen. Ein zweites Wellnesswochenende ist für mich nicht drin, ich möchte aber auch nicht mit alten Traditionen brechen, denn bisher waren diese Wochenenden immer etwas ganz besonderes in unserer Dreier-Freundschaft.
Mit den Käfermamas war es auch wundertoll, aber eben anders und ich glaube nicht, dass ich beides miteinander vereinen kann. Nun ja, wir werden sehen.

Außerdem waren wir im November nach Bayern auf einen Geburtstag eingeladen. Leider bekamen das Fräulein Wunder und ich nicht viel davon mit, da sie meinte, sich kurz nach unserer Ankunft aus dem Trampolin stürzen zu müssen um sich den Arm zu brechen.
Wir verbrachten zwei Tage im Krankenhaus und das Fräulein wurde das erste Mal operiert. Auch etwas, was ich nicht unbedingt noch einmal brauche.

Der Dezember war wie jedes Jahr unglaublich anstrengend und ereignisreich. Weihnachtsfeiern lösten sich mit Chor- und Krippenspielproben ab. Das Fräulein Wunder hat eine ganz neue Selbstständigkeit entwickelt. Sie geht richtig mutig auf ihre Umwelt zu und probiert neue Dinge wie selbstverständlich aus. Wer mein eher zurückhaltendes Kind kennt weiß, welch große Veränderung dies für sie bedeutet.

Musikmäßig war dieses Jahr auch sehr dürftig. Tatsächlich kann ich die gekauften Alben (beinahe) an einer Hand abzählen:

Sons of the Sea – Sons of the Sea (Klingt wie Incubus, fühlt sich an wie Incubus, hat aber nur den Sänger von Incubus)
Avicci – True (Eine der tollsten musikalischen Entdeckungen für mich dieses Jahr)
Pharrell Williams – G I R L („Happy“ ist das Highlight und der Rest plätschert so dahin, sicherlich ein gutes Album, das ich einfach noch nicht ausgiebig gehört habe)
Linkin Park – Hunting Party (Sie können wieder rocken, deshalb habe ich das Album gekauft. Aber leider auch nicht oft gehört)
Ariana Grande – My Everthing (Toll, toll, toll. Gefühlsmäßig ein bißchen wie Christina Aguilera, aber im neuen, fantastischen Gewand. Kaufempfehlung.)
Curse – Uns (Der meisterliche Poet ist zurück und das Album einfach gran-di-os. Nächste Woche Konzert in der Feuerwache. Kann es kaum noch erwarten)

Dafür habe ich gelesen. Ganze Berge von Büchern habe ich quasi verschlungen. Und tue es noch. Meine Entdeckungen in 2014 waren auf jeden Fall die Jack Reacher Reihe und die Bücher von Rebecca Gable. Ich. Lese historische Romane. Unglaublich.
Wer mehr darüber wissen will, sollte mal auf meinem Facebook-Account vorbei schauen.

Und damit bin ich doch tatsächlich am Ende angekommen. Allen, die es bis hierher geschafft haben, einen herzlichen Glückwunsch und Respekt! 🙂
Ich wünsche allen da draußen ein wundertolles Jahr 2015. Ganz viele Erfahrungen, Erlebnisse, gute Freunde und wohlige Herzsprungmomente, Gesundheit, Licht und Liebe.

Bis bald.

Euer Claudia-Keks

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