Uncategorized


Unsere kleine Räubertochter ist inzwischen fünf Jahre alt. Letzte Woche hatte sie ihre Vorschuluntersuchung und somit wird sie ab September ein Vorschulkind sein. Noch ein Jahr, bevor auch sie den Schutz des Kindergartens verlässt und in die große weite Welt hinaus zieht.

Ich weiß noch, dass ich mir beim Fräulein Wunder mehr Sorgen darum gemacht habe, wie sie sich sozial in der Schule zurecht finden wird, als darüber, dass sie vielleicht mit dem Schulstoff Probleme haben könnte. Bei ihr war irgendwie klar, dass ihr das Schulische leicht fallen wird.
Bei Miss Allerliebst habe ich kein richtiges Gefühl, in welche Richtung auch immer. Ich glaube, dass sie besser mit der Umstellung Kindergarten/Schule zurechtkommen wird. Ich glaube auch, dass sie ebenfalls wissbegierig, lernwillig und furchtbar schlau ist. Sie schreibt bereits seit einer Weile ihren Namen, fängt jetzt an im Zehnerbereich zu rechnen, Buchstaben zu erkennen und sie liebt Fehlersuchrätsel. Aber ich kann sie mir (noch) nicht in der Schule vorstellen, wo man aufpassen und sitzen bleiben muss und nicht mehr so viel spielen kann wie früher.

Nach wie vor ist sie ein echter Haudrauf und Wirbelwind. Und auch immer noch meine Kleine. Mein Baby. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie die letztgeborene ist, oder daran, dass sie sehr gerne kuschelt und einfach so allerliebst sein kann. Wenn ich in ihr hübsches Gesicht mit den großen, braunen Augen und den (inzwischen wieder) kurzen Haaren blicke, ist das Baby, das sie einmal war, noch nahe unter der Oberfläche. So schutzbedürftig und voller Vertrauen in sich und ihre Umwelt.
Vielleicht wird sie für mich immer mein Baby bleiben, auch wenn die Zeit kommt, in der sie das (und wahrscheinlich auch mich) hassen wird.

(mehr …)

Das Fräulein Wunder ist inzwischen acht Jahre alt. ACHT! Bald beendet sie das zweite Schuljahr und freut sich schon auf die dritte Klasse. Nun ja … erst einmal auf die Ferien natürlich.
Die Schule läuft für das Fräulein nach wie vor problemlos. So ein bißchen ist die Realität zwar auch bei ihr angekommen –  so gibt es Tage, an denen sie so gar keine Lust hat, in die Schule zu gehen („Mama, ich habe Bauchweh/Kopfweh/mit ist schlecht“). Das liegt aber wahrscheinlich eher am frühen Aufstehen, als an der Schule an sich. Aber im Großen und Ganzen ist sie doch mit Feuereifer bei der Sache.
Im letzten Elterngespräch bestätigte uns auch ihre Lehrerin, dass das Fräulein sich sehr gut eingefunden hat (was am Anfang etwas schwierig war, da das Fräulein Wunder die Angewohnheit hat, etwas Neues erst einmal mit Argusaugen zu beobachten. Die ersten Wochen hat sie wohl kaum einen Ton von sich gegeben und konnte oder wollte auch auf Nachfrage der Lehrerin nicht sagen, warum sie gerade ein Sturm-Wolken-Gewitter-Gesicht macht). Auch hätte sie bereits einen sehr großen Wortschatz und wäre eines der wenigen Kinder, das sich bei einem Vortrag vorne an der Tafel zu den Mitschülern wendet und frei erzählen kann. Sie hat sogar den Vorlesewettbewerb in ihrer Klasse gewonnen und tritt nun nächste Woche zum Regionalentscheid an. Absoluter Mutter- und Fräuleinstolz.
Nach wie vor liegt ihr Deutsch eher als Mathe. Wobei es bei Mathe einfach manchmal etwas länger dauert, bis es klick macht. Aber wenn, dann kann sie es ganz sicher anwenden. Sie ist ein Kind der Logik und wenn das erst einmal sitzt, ist der Rest ein Klacks.
Die ordentlichste ist mein Kind nicht, aber das überrascht mich nun auch nicht sehr. Hefte und Ordner sehen immer aus, wie gerade durch einen Schredder gezogen und auch die Schrift lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig (erst war es der Radierer, jetzt ist es der Tintenkiller der täglich gefühlte 1.000 Mal zum Einsatz kommt).
Auch steht sie sich manchmal selbst mit ihrem stark ausgeprägten Ehrgeiz im Weg. Ein Test, bei dem sie nicht die volle Punktzahl erhält, ist total „verhauen“ und wenn sie beim Antolin-Programm (ein Leseprogramm, bei dem Kinder ein Buch lesen und hinterher am Computer Fragen dazu beantworten müssen) nicht 100 % schafft, ist sie auch schwer geknickt. Da gibt es manchmal auch Tränen, wenn sie eine Matheaufgabe nicht schnell genug versteht und ist dann gedanklich total blockiert, so dass wir dann eine Pause machen und 20 Minuten später die Aufgabe ohne größere Probleme rechnen können.
Da wünsche ich ihr ein wenig mehr Gelassenheit in der Zukunft, denn so unproblematisch wie in der Grundschule, wird die restliche Schulzeit womöglich nicht verlaufen.

(mehr …)

In letzter Zeit befasst sich mein Kopf immer öfter mit dem Thema „Alter“ und „Tod“. Als meine Mutter vor drei Jahren krank wurde, brach dieser Gedanke sehr vehement in meine ansonsten doch recht heile Welt ein: Was ist, wenn sie stirbt?

Mittlerweile lebt sie ganz gut mit der Krankheit, aber auch mit diversen Medikamenten und Schmerzmitteln. Trotzdem ist da diese leise Ahnung, dass der Tod unausweichlich ist.

Ich weiß, jeder Mensch muss irgendwann sterben. Aber so lange man jung (oder vielleicht auch nicht mehr ganz so jung) ist, hat dieser Gedanke noch kein wirkliches Gewicht. Inzwischen ist mir bewusst, dass es jederzeit passieren kann. Nicht nur meiner Mutter, sondern auch meinen Kindern, dem tollen Mann. Mir selbst.

(mehr …)

Ich habe Urlaub. Ursprünglich habe ich diesen beantragt, weil das Fräulein Wunder Osterferien hat. In ihren letzten Ferien habe ich immer gearbeitet, das bedeutete für sie frühes Aufstehen und Betreuung durch den Hort der Schule oder die Großeltern.
In meiner Kindheit waren Ferien damals Ferien: lange Ausschlafen, in den Tag hinein leben – Ferien eben. Das wollte ich dem Fräulein Wunder diesmal auch ermöglichen.
Doch Pustekuchen. Das Fräulein hat sich entschieden auf eine viertägige Freizeit zu Fahren.

Ich gebe zu, dass ich sehr, sehr stolz war und bin, dass sie sich das mit ihren sechs Jahren schon zutraut. Sie nahm sich eine Freundin zur Verstärkung mit und fuhr am Dienstag mit 25 anderen Kindern in die Ferienfreizeit in ein Keltendorf.

Mit der Verabschiedung hatte ich wenig Probleme. Ich wusste, dass sie jede Menge Spaß haben würde. Sie drückte mich zwar drei Mal öfter als sonst, hüpfte dann aber freudig von dannen, als es hieß es ginge endlich los.
Erst am Abend, als ich gemütlich mit meinen Käfer-Mamas beim Essen in einem netten Lokal saß fragte ich mich, wie es ihr wohl so geht. Was macht sie gerade? Liegt sie schon im Bett? Gab es etwas zu essen, dass sie mag? Hat die Zimmerverteilung zu ihrer Zufriedenheit geklappt? Vermisst sie mich?

Und auf der anderen Seite ist da Miss Allerliebst für die ich jetzt richtig viel Zeit und Muße habe. Wir haben den Dienstag im Schwimmbad verbracht, sind gerutscht und geschwommen, haben viele schöne Momente geteilt.
Für mich ist es beinahe wie eine neue Erfahrung mich nur auf ein Kind konzentrieren zu können. Die Aufmerksamkeit ist intensiver, zielgerichteter. Mit zwei Kinder hat man manchmal das Gefühl, auf Situationen nur reagieren zu können, jedes Kind gar nicht richtig für sich wahrzunehmen. Zudem hat uns der Alltag  immer im Griff. Da sind so viele andere Dinge die nebenher berücksichtigt werden müssen.

Als ich gestern Abend ins Bett ging – am zweiten Tag der Ferienfreizeit – spürte ich dann diese Sehnsucht. Das Vermissen meines Kindes: Ihre Stimme. Ihr Geruch. Ihre Präsenz.
Gott sei Dank nur ein kurzer Moment, aber im Hinterkopf bleibt, dass es noch zwei Tage sind, bis ich mein Mädchen wieder in die Arme schließen kann.

Verstärkt wird diese ganze Gefühlsduselei durch das Buch, das ich gerade lese. Es handelt sich dabei um einen wirklich brutalen, blutigen FBI-Thriller, aber es geht darin auch um Verlust. Den Verlust des Ehemannes und der einzigen Tochter der Ermittlern. Und um den Verlust der Mutter für ein 10jähriges Mädchen.
Der Autor beschreibt so eindringlich diese Dunkelheit, die Verzweiflung, diese monströse Welle des Schmerzes, dass es mir jedes Mal ganz anders wird.

Und dann denke ich an meine Kinder: Das eine weit weg auf großer Entdeckungstour und schmerzlich vermisst, das andere wohlbehütet in seinem Bett, die Decke weggestrampelt wie immer aber mit diesem allerliebsten, friedlichen Gesichtsausdruck, dass mir die Kehle ganz eng wird.

Manchmal vergesse ich im Trubel des Alltags, welch ein Segen meine Kinder für mich sind.  Wie sehr ich sie brauche und wie viel sie mir geben. Wie sehr ich sie liebe und welch großen Teil von mir sie ausmachen.
Es tut wirklich gut, daran erinnert zu werde.

Im Grunde beschäftige ich mich ja durchgehend mit mir und meinem Körper – speziell die Körpermitte. Hinten wie vorne. Und immer fühle ich mich zu dick und/oder unansehnlich. Dass das Schwachsinn ist weiß ich selbst. Hilft nur leider nix.

Also habe ich im Laufe der Zeit einiges an Diäten und Kram ausprobiert. Wirklich geholfen hat damals nur Weightwatchers. Ich brauche einen Plan, eine Vorgabe was ich wann in welchen Mengen essen darf. Das hat immerhin für 25 Kilo Gewichtsabnahme gesorgt.
Dann hörte ich mit dem Rauchen auf, das Fräulein Wunder und drei Jahre später Miss Allerliebst wurden geboren und schwups sind 15 Kilo wieder auf den Hüften drauf und haben sich da häuslich eingerichtet.

Ich fand leider nicht mehr so richtig den Dreh zurück in mein WW-Programm, so dass ich, als Miss Allerliebst so etwa ein halbes Jahr alt war, erst einmal mit Sport anfing. Das Laufen begleitet mich ja immer noch, meine Jillian Michaels DVDs auch immer mal wieder. Und ganz sicher hat der Sport dazu geführt, dass ich mich fiter und gesünder fühle. Aber so wirklich an den Kilos hat sich da auf lange Sicht nichts getan. Dafür mache ich das alles vielleicht zu unregelmäßig, setze im Winter gerne mal für längere Zeit aus, meist in den Vorweihnachtsfresswochen im November und Dezember.

Vor knapp drei Wochen hatte ich dann (mal wieder) die Nase voll. Irgendetwas musste passieren, weil die Hosen immer enger wurden und ich mich langsam aber sicher richtig unwohl fühlte.
Über Facebook wurde ich auf BodyChange aufmerksam. Vielleicht hat der ein oder andere schonmal etwas davon gehört. Zugpferd ist hier Detlef D.Soost, bekannt aus Funk und Fernsehen, erst als Choreograph bei „Popstars“ und dann als Fitnesscoach bei „The Biggest Loser“. Ich mag den Typ eigentlich. Irgendwie. Auch wenn ich, glaube ich, nicht mit ihm trainieren wollte.
Jedenfalls (ich schweife mal wieder ab), war schon vor der Anmeldung klar, dass diese „Ernährungsumstellung“ (so wird das Programm angepriesen) ohne Kohlenhydrate auskommen würde. Diese Idee, keine Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot mehr zu essen, fasziniert mich schon seit längerem. Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen, da ich eher so der Beilagenesser bin. Nach dem Besuch eines Büffets ist mein Teller zu 3/4 mit Nudeln und zu 1/4 mit Fleisch gefüllt. Obenauf noch etwas Soße und gerne auch Gemüse und ich bin glücklich.
Jetzt also keine Kohlenhydrate mehr. Mich reizte diese Vorstellung und der „Gewichtsverlustrechner“ ermittelte stolze 15 Kilo, die ich in 10 Wochen abnehmen würde. Also meldete ich mich an, bezahlte 90 Euro für 10 Wochen Programm und sah mich schon schlank und glücklich.

Als ich mir das erste Video zu dem Thema „Welche Lebensmittel darf ich essen, welche nicht?“ ansah, bereute ich den Schritt allerdings gleich wieder. Besser kann eine Diät (oder „Ernährungsumstellung“) ja gar nicht starten, oder? Nach 5 Minuten bereits desillusioniert und verärgert zu sein. Aber der Reihe nach.
Nicht nur, dass ich ab jetzt keine Kohlenhydrate mehr zu mir nehmen durfte, auch Milchprodukte und Obst (!!) waren ab nun tabu.
Blieben noch Fleisch und Fisch (wobei ich letzteres nicht esse), Eier (davon jede Menge), Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und die „Abnehmbooster“ Avocado, Limetten, Ingwer und Chili.
Joah, war jetzt nicht so prickelnd. Aber gut. Bezahlt ist bezahlt. Das wird doch irgendwie machbar sein.
Ab der dritten Wochen sollte Sport dazu kommen („Die ersten beiden Wochen konzentrieren wir uns nur auf deine Ernährung“). Ich erhielt ein pdf mit Rezepten, die meine Töchter wahrscheinlich schon nachkochen könnten und das eine Kochvideo mit Detlef, das ich mir ansah, wirkte extrem … dilettantisch. Überhaupt … ich habe mich gewissenhaft durch die FAQs und Anweisungen gelesen, benötigte dafür gerade mal ne Stunde oder so und musste immer wieder den Kopf schütteln, weil vieles für mich so gar nicht nachvollziehbar war. Da stand zum Beispiel unter „Umgang beim Essengehen oder Einladungen bei Freunden“ sinngemäß: Lernen sie nein zu sagen. Je öfter sie das probieren, desto leichter fällt es ihnen.
Bitte? Ich hatte sowas erwartet wie „Essen Sie lieber einen Salat statt Spaghetti“ oder „Ihren Döner können Sie auch auf dem Teller ohne Brot oder Pommer bestellen“.
Lernen Sie nein zu sagen. Ich war echt kurz davor mich aufzuregen.

Das beste an dem ganzen Programm – und das sage ich jetzt tatsächlich ohne jedwede Ironie – ist der eine Tag in der Woche, an dem man essen darf was man will! Man muss dem Körper nämlich ab und an ein paar Kalorien zum Arbeiten geben, sonst denkt er, es ist ne Hungersnot ausgebrochen und macht die Fettdepots dicht (so habe ich das zumindest verstanden).

Also die Reste meiner Motivation zusammen gekratzt und losgelegt.

In der ersten Woche war ich erstmal krank zu Hause. Von daher fiel mir die Umstellung etwas leichter. Erstaunlicherweise fehlten mir die Kohlenhydrate zu den warmen Mahlzeiten (also in unserem Fall am Abend) überhaupt nicht. Ich konnte mein Hackfleisch mit Karotten und Minze essen und den anderen dabei zusehen, wie sie ihre Nudeln dazu aßen. Nach einer Woche entdeckte ich im Bioladen sogar Linsennudeln, die für meinen Geschmack sehr nahe an normale Hartweizengriesnudeln ran kommen, die man aber, weil „Ersatzprodukt“, nur zwei Mal die Woche essen darf.
Seltsamerweise wurde in den BC-Rezepten gerne alles püriert. Manchmal kam ich mir da echt vor wie ein Kleinkind.

IMG_2862

Linsenpüree mit Putenschnitzel

Auch war es anfangs kein Problem mittags statt einem Wurstbrötchen drei Rühreier mit Wurst/Gemüse etc. zu  mir zu nehmen.

IMG_2863

Rührei mit Salami und Mandelbrot

IMG_2869.jpg

Avocado mit Tomaten, Falaffel, gefüllten Mini-Paprika und Rohkost

Nur das Brot. Ja, das Brot ließ sich leider selbst nach harter Recherche nicht wirklich adäquat ersetzen.

Ich backte Mandelbrot, das selbst der tolle Mann am Abend ungegessen wieder mit nach Hause brachte und das will etwas heißen.
Ich backte mir morgens Fladen aus Eiern, Kichererbsenmehl und Leinsamen und fand die nur so mitteltoll bis buäh.
Ich versuchte es mit Falaffel, das war vielleicht noch die schmackhafteste Alternative, die muss man aber auch aus Kichererbsenmehl zubereiten oder die Mischung von Alnatura kaufen (was ich gemacht habe), weil die kein zusätzliches Weizenmehl enthält. Also auch abends oder morgens am Herd stehen und brutzeln. Wie man eigentlich alles, was man zu sich nimmt in irgendeiner Form zubereiten muss und sei es nur, den Salat zu schnippeln, was mir auch extremst auf die Nerven gegangen ist.
Am Ende versuchte ich es dann mit sogenannten „Böhtchen“, Brötchen aus pürierten Kidneybohnen und Flohsamenschalen. Als ich dann morgens beim Frühstück in der Kantine saß und am vorletzten Bissen meines „Böhtchens“ herumwürgte, beschloss ich, dass es nach zwei Wochen nun endlich genug sei.
Wer bin ich denn sag mal? Mein Leben ist zu kurz um mich von Zeug zu ernähren, das mir nicht mal im Ansatz schmeckt, mir Obst zu verkneifen, obwohl man doch von Kindesbeinen an gesagt bekommt, dass das sehr gesund sei und selbst der Joghurt und die Scheibe Käse auf dem (nichtvorhandenen) Brot Teufelszeug ist. Ich dachte wirklich sehr oft „So ein Schwachsinn!“.

Was man dem Programm zu Gute halten muss: Es wirkt. Ich habe in den zwei Wochen 1,6 Kilo abgenommen. Und der „Ich-darf-essen-was-ich-will-Tag“ ist natürlich schon auch cool. Essen ohne Reue, das hatte ich schon eine ganze Zeit nicht mehr so wirklich.
Zudem führt der Verzicht von Kohlenhydrate dazu, dass man weniger Heißhunger hat (eigentlich gar nicht) und sich nicht so vollgestopft fühlt.

In sofern haben mir diese zwei Wochen schon etwas gebracht. Ich habe mich reumütig wieder bei Weightwatchers angemeldet und bin sozusagen nahtlos in dieses neue Programm übergegangen. Ich werde mir auf jeden Fall öfter die Kohlenhydrate zu den Mahlzeiten sparen und mein Brot, und sei es nur Knäcke, mit jedem Bissen genießen.

Guten Appetit.

 

 

 

 

 

Da mich gerade meine Laufmotivation ziemlich im Stich lässt und ich zudem noch erkältet bin und somit gar nicht laufen könnte, selbst wenn ich wollte, bastle ich mir heute mal meine eigene Motivations- und Erfolgswand.

Nachdem meine Freundin Michi und ich im letzten Jahr beim Frauenlauf in Mannheim gestartet sind, hatten wir Blut geleckt und wollten mehr.
Also starteten wir in diesem Jahr recht früh am 21. März beim 29. Sandhofener Straßenlauf. Es war noch recht frisch, das Wetter die letzten Tage nicht so berauschend. Dafür kam während des Laufs die Sonne heraus und die Strecke, die über zwei Runden à 5 KM hauptsächlich über Feld und am Ende durch ein Wohngebiet führte, war sehr angenehm.
Grundsätzlich ist es bei solchen Läufen so, dass man am Start losläuft und einen dann nach und nach alle schnelleren Läufer überholen.

IMG_2232IMG_2233
_AX_1139

Nach einer gewissen Zeit kommen dann nur noch vereinzelt Läufer von hinten angerannt und um mich herum sind nur noch Teilnehmer, die in etwa meine Geschwindigkeit laufen. Und immer ist einer dabei, der einen Tick schneller läuft als ich. An den hänge ich mich dann dran.
In Sandhofen war es ein Mann, der seine Runtastic-App auf volle Lautstärke gestellt hatte und der mir sozusagen zwischendurch immer wieder einen Zwischenstand lieferte. Zudem hat er ganz furchtbar geröchelt und hatte einen seltsamen Laufstil. Den habe ich versucht immer hinter mir zu halten. Ich weiß nicht, was gegen Ende mit ihm passiert ist, denn beim Zieleinlauf war er nicht mehr da. Und so schnell war ich leider nicht um ihn wirklich abgehängt zu haben. Aber er hat dafür gesorgt, dass ich eine wirklich richtig gute Zeit gelaufen bin. 10 Minuten schneller als in meinen bisherigen Trainings!

LaPrintCertificate

Gesamtteilnehmer 10 km: 593
Platz Gesamtwertung: 543

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 56
Platz Klasse W40: 47

Gesamtzeit: 1:04 Stunden
Pace pro KM: 6:40 Minuten

Dann gab es eine längere Pause, bis zur Hitzeschlacht beim 2. Frauenlauf in Mannheim am 3. Juli 2015. Auf dieses Ereignis hatten wir mittwochs im Lauftreff hingearbeitet, hatten dort neue Freundschaften geschlossen und fühlten uns einigermaßen trainiert für die knapp 6 Kilometer.

11229280_862216650512629_5389774519683062798_n IMG_2440 11659439_1436597953332042_884706766170916746_n

Dass es dann fast 40 Grad haben würde, damit hatte im Vorfeld keiner gerechnet und nachdem sich dies dann die letzte Woche vorher abzeichnete, hieß das Motto: einfach loslaufen, durchhalten und unterwegs nicht umkippen.
Die Strecke führte diesmal komplett durch und um den Luisenpark herum. Somit war für recht viel Schatten gesorgt. Außerdem hatte man die Wasserstationen verdoppelt und unterwegs Rasensprenger zur Abkühlung aufgestellt. Wie auch im letzten Jahr funktionierte die Organisation reibungslos. Selbst duschen konnten wir hinterher, trotz über 1.000 Teilnehmerinnen.
Ich möchte hiermit jedem, der gerne läuft oder walkt, diesen Frauenlauf ans Herz legen. Es macht so viel Spaß und ist mehr ein Event denn ein Lauf. Nicht umsonst lautet das offizielle Motto „Laufen wie es mir gefällt“. Hier kommt es nicht auf Zeiten, sondern auf den Spaß an. Und den hat man vorher, während und hinterher.
Tatsächlich haben wir dieses Jahr durch die Teilnahme am Lauftreff und unsere Anmeldung als Engelhorn-Sports-Lauftreff-Gruppe, den Pokal für die größte teilnehmende Gruppe gewonnen. Mit Preisverleihung und allem Zipp und Zapp.

11709315_911126545625054_5393039547553335192_n IMG_2450

certificate1058

Gesamtteilnehmer 6 km: 1044
Platz Gesamtwertung: 329

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 392
Platz Klasse W40: 96

Gesamtzeit: 36:33 Stunden
Pace pro KM: 6:10 Minuten
(ca. Angabe, da die Länge der Strecke nicht so ganz eindeutig zu ermitteln ist)

Es folgte der 1. Frauenlauf Ludwigshafen am 4. September 2015. Leider konnte meine Freundin Michi diesmal nicht mitlaufen, da sie im Urlaub weilte. Also habe ich das erste Mal einen Lauf mehr oder weniger alleine bestritten. Wobei auch auf diesen Lauf im Lauftreff hingearbeitet wurde, so dass sich viele Mittwochs-Mädels dort einfanden.
Aber erst einmal hieß es sich anstellen, um sich seine Startnummer und Lauf-Shirt abzuholen. Das hat mir in Mannheim besser gefallen. Da kann man ein paar Tage vorher alle Unterlagen bei Engelhorn-Sports abholen und ist somit vorab gerüstet.

IMG_2501
Der Veranstaltungsort war ziemlich cool, direkt am Rhein, Start und Ziel vor der Bar, viele Zuschauer und Mitläufer. Hier war die größte Herausforderung definitiv die „Schneckennudel-Brücke“ die zur Parkinsel hinüber führt.

image

Auf dem Hinweg ging es noch einigermaßen. Ca. Kilometer 1,5. Aber auf dem Rückweg, etwa Kilometer 4,5, ist das schon wirklich fies. Und dieser Drehwurm von Brücke scheint kein Ende zu nehmen. Aber wie hat meine Lauftrainerin Gaby immer gesagt: „Das mit den Anstiegen ist nur ne Kopfsache.“ Daran muss ich wohl noch arbeiten.
Die Strecke war etwas länger als in Mannheim, die Temperaturen wesentlich angenehmer. Und hinterher gab es noch einen kleinen Sekt mit Maracujasaft und die Siegerehrung mit beleuchtetem Rheinpanorama im Hintergrund. Schöööön. Und auch noch schnell wie der Wind gewesen. Was will man mehr?

certificate457

Gesamtteilnehmer 6,5 km: 616
Platz Gesamtwertung: 248

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 226
Platz Klasse W40: 83

Gesamtzeit: 39,20 Stunden
Pace pro KM: 6:00 Minuten

Der letzte Lauf fand dann vor kurzem, am 20. September 2015 statt: Der 21. Mutterstadter Volkslauf. Leider musste ich auch hier kurzfristig alleine starten, weil Michis Sohn krank geworden war. Das empfand ich schon als Herausforderung. Nach Mutterstadt, wo ich noch nie gewesen war, zu einem Lauf, den ich nicht kannte. Aber auch das war dann gar kein Problem. Ich traf auf dem Weg vom Auto zum Veranstaltungsort sogar einen guten Freund meiner Eltern und so war die Wartezeit vor dem Start und bis zur Siegerehrung angefüllt mit Fachsimpeleien.

IMG_2538 IMG_253920-mutterstadter-volkslauf_53555_30449

Auch bei diesem Lauf habe ich wieder jemanden gefunden, der mich ein paar Kilometer mitgezogen hat. Die Frau und ich liefen bestimmt zwei bis drei Kilometer zusammen, wobei ich immer den Eindruck hatte, sie macht das ganz locker und ich keuche aus dem letzten Loch. Aber dann, ganz plötzlich, blieb sie stehen und ich lief weiter. Später trafen wir uns bei der Getränkeausgabe und sie bedankte sich fürs Mitziehen und erklärte, sie habe Seitenstechen gehabt und hätte das Tempo nicht mehr mitlaufen können. Wie man sich doch manchmal täuscht.
Die 10 Kilometer waren toll. Zwei Runden durch den Mutterstadter Wald, die Sonne kam später noch heraus und es regnete, trotz meiner Befürchtungen, nicht. Meine Zeit war auch prima. Eine ganze Minute schneller als in Sandhofen zu Beginn der Saison. Wenn ich jetzt noch die Zeiten vom 6 Kilometer-Lauf auf einen 10 Kilometer-Lauf übertragen könnte, wäre ich der King.

Bildschirmfoto 2015-10-03 um 09.11.00

Gesamtteilnehmer 10 km: 338
Platz Gesamtwertung: 307

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 23
Platz Klasse W40: 14 (das klingt doch cool, oder :D)

Gesamtzeit: 1:03 Stunden
Pace pro KM: 6:30 Minute

In diesem Jahr stehen noch zwei 10 Kilometer-Läufe in Maxdorf und Feudenheim an. Auf letzteren arbeitet gerade der Lauftreff hin, sodass wir auch dort sicherlich wieder mit mehreren Mädels starten. Wenn alles läuft wie geplant, haben Michi und ich damit erfolgreich am Engelhorn-Cup teilgenommen. Das wäre doch mal was.

Ich glaube, ich bin jetzt schon viel motivierter.

Ich war schon immer ein kleiner Fernsehjunkie, auch wenn ich inzwischen wesentlich mehr Zeit mit Lesen verbringe. Ich kann mich daran erinnern, dass mein Bruder und ich als Kinder sonntags immer ganz früh aufgestanden sind, nur um uns stundenlang Cartoons ansehen zu können. Und damals gab es auch schon so grauselige Sachen wie He-Man, Ninja Turtle oder Captain Future (meine erste große Liebe, bevor Pierre Brice als Winnetou in mein Leben trat, hach!). CFuture Als dann das Fräulein Wunder geboren wurde, mussten wir uns natürlich auch irgendwann darüber Gedanken machen, wie viel Fernsehen oder Videospielzeit für sie Sinn macht. Tatsächlich haben wir keine wirklich feste Regel dafür vereinbart. Wir entscheiden das eher aus dem Bauch heraus. Es gibt Tage, da wird bei uns weder ferngesehen noch am iPod/iPad gespielt. Und dann kann es wieder Tage geben, an dem durchaus mal ein Film von eineinhalb Stunden geguckt wird oder KIKA eine Stunde am Stück läuft. Gerne zelebrieren wir am Wochenende auch mal die obligatorische Pizza vor dem Fernseher. Tagsüber läuft der Fernseher aber tatsächlich nur in äußersten Ausnahmefällen. Meist dann, wenn wir Eltern geschafft sind und eine Mittagspause einlegen wollen. Gerne wird fernsehgucken auch als Belohnung eingesetzt: „Wenn ihr jetzt schnell aufräumt, dann könnt ihr noch eine Runde Wicki gucken.“ Eines ist Fernsehgucken in unserem Haushalt demnach für die Kinder nicht: Eine tägliche Selbstverständlichkeit. Nun besucht Miss Allerliebst seit guten zwei Wochen den Kindergarten. Täglich. Und dass das nicht immer so richtig toll ist, hat sie diese Woche dann wohl gemerkt. Denn seit Montag weint sie ganz herzerweichend wenn ich sie verabschiede, brüllt auch gerne mal aus vollem Hals nach ihrer „Mamaaaaaa“ und vergießt dabei riesige Krokodilstränen. Es zerreißt mir immer fast das Herz, wenn ich mich dann aus ihrer Umklammerung herauswinden und sie in der Obhut der Erzieherinnen zurück lassen muss. Sie beruhigt sich wohl relativ schnell wieder, haben mir die Erzieherinnen mitgeteilt, aber mir klingt ihr Weinen den ganzen Tag noch in den Ohren. Nicht schön. Und so kam ich gestern, als mir Miss Allerliebst mal wieder mit „Mama, Fernseher gucke?“ in den Ohren lag, auf die glorreiche Idee, ihr einen Handel vorzuschlagen: Wenn sie ganz tapfer ist und bei der Verabschiedung nicht mehr weinen muss, dann darf sie nach dem Abholen eine Runde fernsehgucken. Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich daran geglaubt habe, dass das klappt. Sie hat zwar gestern ganz enthusiastisch mit dem Kopf genickt und wir haben den Handel per Handschlag besiegelt, aber sind wir mal ehrlich: Wenn sie eben ängstlich oder traurig ist, wenn ich gehe, dann kann sie sich auch nicht wirklich zusammenreißen. Sie ist ja noch soooo klein. Trotzdem habe ich sie heute morgen noch einmal an unseren Handel erinnert. Und nachdem ich ihr auch heute wieder einige Male bestätigt habe, dass ich sie ganz sicher wieder abholen komme, war sie zufrieden. Die letzten beiden Tage hatte sie bereits auf dem Weg zum Kindergarten geweint und immer wieder „nach Hause!“ gejammert. Heute marschierte sie ganz stolz mit ihrem Regenschirm voraus. Im Kindergarten angekommen war sie immer noch recht entspannt, fragte mich noch gefühlte drölftausen Mal, ob ich sie auch wirklich wieder abholen komme und verschwand dann mit einem kurzen Tschüss in ihrem Gruppenraum und kuschelte sich gleich darauf vergnügt in die Hängematte. Ich traute meinen Augen (und Ohren) nicht. So schnell habe ich mich, glaube ich, noch nie von ihr und dem Fräulein verabschiedet. Und natürlich war das erste, was sie mich heute beim Abholen fragte: „Mama, Fernseher gucke?“ Und so sitzt sie jetzt auf der Couch, mampft die Reste aus ihrer Frühstücksbox und guckt Prinzessin Lillifee. Wie ne Große, ganz alleine und ausnahmsweise. Sie ist glücklich und entspannt und ich bin es auch. Prlillifee Ich schätze, für diese Woche werde ich dieses Experiment noch weiter führen, dann sind erst einmal Ferien. Und danach sehen wir weiter. Es hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass Fernsehen bei uns nichts alltägliches ist und dass davon immer noch eine gewisse Magie ausgeht.

Nächste Seite »