Montag: Miss Allerliebst weilt bei den Großeltern, während ich mit dem Fräulein Wunder zum Kinderarzt fahre. Der verschreibt uns das vom Notarzt empfohlene Spray mit der dazugehörigen Inhalierhilfe für Kinder. Das Fräulein ist ganz stolz, dass sie so toll „atmen“ kann.
Anschließend fahren wir zu DM um Fotos für ein Fotoalbum zu entwickeln, das wir am Samstag verschenken wollen. Danach gebe ich das Auto in der Werkstadt ab.
Am Abend meldet sich telefonisch der Kundendienst für den Herd und avisiert einen Techniker für Donnerstag. Auf Nachfrage, was uns der Spaß denn nun tatsächlich kosten würde, erklärt der gute Mann uns, dass etwa 120 Euro auf uns zukämen. Darin ist die Pauschale von 70 Euro für’s erste Nachschauen, die wir auf jeden Fall bezahlen müssen, bereits enthalten. Wir freuen uns, dass wir noch keinen neuen Herd gekauft haben.

Dienstag: Die Werkstadt meldet sich. Das Loch ist gefunden, kann allerdings nicht geflickt werden, da es sich außen am Reifen befindet. Es müssen also zwei neue Vorderreifen her. By, by Flachbildfernseher (erwähnte ich das schon?!?).
Aus Frust fahre ich mit dem Fräulein Wunder in die Stadt in die Buchhandlung. Während ich die langersehnte Fortsetzung von Justin Cronins „Der Übergang“, also „Die Zwölf“, an mich drücke, hüpft das Fräulein Wunder mit einem Pipi Langstrumpf Buch durch den Laden und singt aus Leibeskräften „zwei mal drei macht vier, widewidewid und drei macht neune … “
Das Käfertreffen lassen wir auf Grund ihres Hustens diese Woche leider ausfallen.

Mittwoch: Ich sage dem Kindergarten bescheid, dass das Fräulein die ganze Woche nicht kommt. Der Husten wird nicht wirklich besser, obwohl sie jeden Tag „atmet“ und ihren Saft trinkt. Immerhin verlaufen die Nächte einigermaßen annehmbar. Miss Allerliebst kämpft indess mit Zahn Nummer 6 und einer ordentlich Schnupfennase. Alles wird in Sekundenbruchteilen mit Rotze eingeschmiert. Es lohnt sich für mich also kaum, jeden Morgen neue Klamotten anzuziehen.
Vormittags fahren wir zum Reifenhändler und besorgen zwei neue Reifen. By, by Flachbildfernseher. Außerdem ist mir aufgefallen, dass wir noch ein paar Fotos für das Fotoalbum vergessen haben, also werden die auch noch schnell entwickelt.

Donnerstag: Ich mache noch einmal ein paar Fotos nach, da mir beim sortieren aufgefallen ist, dass einige zwar auf dem Stick waren, aber nicht entwickelt wurden (warum auch immer). Ich sortiere und klebe kräftig weiter, während Tante Anneliese das Fräulein Wunder und Miss Allerliebst bespaßt.
Am Nachmittag der Anruf des Herd-Technikers. Man hätte ihm genau die gleichen Teile wie das letzte Mal geschickte. Die würden uns nichts nützen. Und die Teile die er bräuchte, gibt es nicht mehr. Demnach ist unser Herd nun also doch rettungslos verloren. Noch am selben Abend fahren wir los und kaufen neue Geräte. Ausstellungsstücke mit 200 Euro Preisnachlass. Trotzdem. By, by usw…..

Freitag: Ich klebe den ganzen Tag wie eine Wilde, versuche dabei Rotznasen, Hustenanfälle, volle Windeln, Hunger, Durst und Schlafbedürfnis meiner Kinder zu stillen und sie zum gemeinsamen Spielen zu animieren. Wir fahren einkaufen und bei der Videothek vorbei, da der tolle Mann heute Abend den Neujahrsempfang mit seiner Firma feiert.
Am Abend ist das Album fix und fertig. Ich allerdings auch. Das Fräulein Wunder darf beim Aufkleber kleben behilflich sein. Nach einem gemeinsamen Bad in der Wanne fällt Miss Allerliebst tomüde ins Bett, das Fräulein Wunder und ich gucken bei Ofenpommes und Chicken Nuggets „Barbie und der Popstar“. Später, als sie im Bett liegt, schaue ich „Prometheus“ an und ängstige mich zu Tode. Erst am Schluss begreife ich, dass es sich hier um die Vorgeschichte zu „Aliens“ handelt.

Samstag: Das Fotoalbum ist fertig, es fehlt noch der Glückwunschfilm. All unsere Freunde haben ein kurzes Filmchen gedreht und uns geschickt. Wir müssen das ganze nun schneiden und zusammen basteln und natürlich unseren eigenen Film drehen. Wir sind dabei nackt, mehr verrate ich nicht.
Am Nachmittag bringe ich die beiden Mädels zu Oma und Opa. Das Gefühl, in das ruhige, weitgehend leere Haus zurück zu kommen ist fast wie Urlaub. Nach der Krankheitswoche des Fräuleins und einer unausgeglichenen weil zahnenden Miss Allerliebst eine absolute Wohltat.
Die Geburtstagsfeier ist wunderbar und der Film der absolute Hit.

Sonntag: Wir dürfen ausschlafen und auf Grund unserer „Herdsituation“ auch noch bei meinen Eltern zu mittag essen. Am Morgen bedauere ich noch ein wenig, dass die kinderfreie Zeit nun schon vorbei ist, doch als mich das Fräulein Wunder dann mit dem Satz „na endlich!“ anspringt und feste drückt, freue ich mich, sie beide wiederzuhaben.
Am Abend ist der Herd angeschlossen und läuft und der tolle Mann und ich entspannen mit „Batman the dark knights rises“.

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Montag: Es ist der letzte Kindergartenferientag. Wir (also die Mädels der Familie) stehen spät auf und verbummeln den Tag. Unter anderem koche ich das erste Mal selbst Chai Tea und bin von dem Ergebnis restlos begeistert. Das erste Mal, dass ich etwas trinke, was dem leckeren Getränk von Starbacks und Co. ziemlich nahe kommt.
Am Abend erspähen wir Miss Allerliebsts 5. Zahn (Eckzahn oben rechts).

Dienstag: Der erste Kindergartentag nach zwei Wochen Ferien läuft für das Fräulein Wunder recht gut. Beim Abgeben ist sie zwar ein wenig zurückhaltend und möchte am liebsten ihre Mama da behalten, aber dank der Lieblingserzieherin kann ich mich bald ohne Tränen zurückziehen.
Am Nachmittag besuchen uns die Krabbelkäfer und trinken meinen Chai Tea leer.

Mittwoch: Unser Herd funktioniert seit gut drei Wochen nur noch wenn er will. Und je länger wir warten, um so weniger will er. Heute kommt dann endlich der Techniker um sich das anzusehen. Nach einigem Hin und Her stellt er fest, dass ein Steuerungselement der Elektronik kaputt ist und er dieses Teil erst bestellen muss. „Rechnen sie aber mal mit mindestens 400 Euro.“ sagt er noch. Na prima. By, by Flachbildfernseher.

Donnerstag. Am Vormittag gehe ich mit meiner Mama einkaufen. Erst Lebensmittel, dann Klamotten für die Kinder, da speziell das Fräulein Wunder aus all ihren Hosen quasi über Nacht herausgewachsen ist. Am Nachmittag koche ich Chai Nachschub.
Leider stelle ich an diesem Tag auch fest, dass unser linker Vorderreifen am Auto weiterhin Luft verliert. Der Wagen war schon einmal, kurz vor Weihnachten in der Werkstadt, dort konnte man aber nichts finden.

Freitag: Ich mache einen Termin für Montag in der Autowerkstadt aus. Abends fährt die ganze Familie nach Herd und Flachbildfernseher gucken. Das Fräulein Wunder beginnt zu husten. Wir sichten ein paar schöne Geräte und nehmen einen Herd mit Ofen (denn obwohl nur das Kochfeld kaputt ist, müssen wir beides neu kaufen, da die Geräte nur zusammen laufen. Es gibt zwar auch autarke Kochfelder, die sind aber im Vergleich teurer) in die engere Auswahl. Danach essen beim Lieblingsgriechen. Der Husten des Fräulein Wunder wird immer schlimmer.

Samstag: Nach einer schlaflosen Nacht fahre ich mit dem Fräulein Wunder morgens um sieben zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Bronchien sind zu und sie bekommt kaum noch Luft. So schlimm hatten wir es schon lange nicht mehr. Zumindest ist es so lang her, dass sie den Notfallzäpfchen entwachsen ist und sich weigert. Ich kann es ja verstehen. Sie entscheidet sich somit freiwillig für den Arztbesuch (und das will was heißen). Nach zwei Stunden kehren wir mit Tropfen und Hustensaft heim. Das Fräulein scheint nach der Nacht wesentlich fiter zu sein als ich.

Sonntag: Da der Herd nicht funktioniert werden wir von Schwiegerpapa zum Pizzaessen eingeladen. Das Fräulein schleppt sich ins Lokal, verdrückt tatsächlich eine halbe Pizza (die erste feste Nahrung seit Samstag Mittag) und hustet sich weiterhin die Seele aus dem Leib. Kindergarten am nächsten Tag kannste vergessen.