Ich stehe in der Küche und schneide Zucchini. Im Radio spielt Incubus, hinter mir liegt Miss Allerliebst auf dem Boden unter ihrem Spieltrapez.

Das Fräulein Wunder kommt hereingewirbelt, in der Hand ihren Hund, den Oma ihr diese Woche in einem schwedischen Möbelhaus gekauft hat (unter Protest meinerseits, da das Fräulein bereits gefühlte 5 Millionen Kuscheltiere besitzt).
Singend und lachend wirft sie das Stofftier in die Höhe, woraufhin Miss Allerliebst plötzlich aus tiefem Herzen anfängt zu gackern und zu lachen. Dem Fräulein wiederum gefällt es so gut, dass etwas, was sie macht ihrer Schwester gefällt, dass sie nun eine viertel Stunde lang immer wieder den Hund in die Höhe wirft und sich gemeinsam mit ihrer Schwester freut.

Es sind diese Momente in denen ich mich geborgen in einer Familie fühle. In meiner eigenen Familie. Ich weiß, dass alle Feministinen jetzt aufstöhnen werden, aber diese Kombination Essenmachen-Kinderspielen im Hintergrund und dann noch diese behagliche Musik … das hat mich extrem zufrieden gemacht.