In einem meiner letzten Blogeinträge habe ich unter anderem dieses Statement abgegeben:

Um es noch einmal zu verdeutlichen: Wir sind sechs FRAUEN. Und nicht nur das. Wir sind auch noch sechs MÜTTER. Meiner Erfahrung nach ist es schwierig diese gemeinsam in einen Raum zu bekommen, ohne das unterschwellig ein gewisser Neid, Schadenfreude, Ausgrenzung, Grüppchenbildung oder Gehässigkeiten aufkommen. Ich gebe es nur ungern zu, aber das hat leider durchaus mit unserer weiblichen Natur zu tun, traurig aber wahr.

Ich möchte mich nun an dieser Stelle als das Biest outen, das ich in Gedanken durchaus bin. Ich habe eine gewisse Auffassung davon, wie das Fräulein groß werden soll und habe für manche Einstellungen von anderen Müttern wenig bis gar kein Verständnis. Und ich möchte hier auch nicht so tun als ob.
Natürlich wünschte ich, ich hätte mehr von Ghandi oder Mutter Theresa, aber manchmal muss ich innerlich einfach die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und mir denken „Bitte?!?“.

Eines von vielen Beispielen ereignete sich gestern. Ich hatte mich mit zwei meiner Montagskrabbelkolleginnen (nicht zu verwechseln mit meinen Krabbelkäfermamas) für einen Nachmittagsspaziergang verabredet. Dies tue ich u.a. auch aus o.g. Grund erst seit kurzem. Ich bin mir auch noch nicht so ganz sicher, ob ich dabei gern gesehen bin, denn wenn ich nicht anrufe, werde ich nicht eingeladen (vielleicht haben die schon durchschaut, was für ein Biest ich sein kann, wer weiß?). Aber das nur am Rande.

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Sie: Also ich weiß ja nicht. Bei anderen Kindern ist das erste Wort Mama oder Papa. Bei uns ist das …

Tochter: Haustürslüssel.

Die Tochter ist zwei Monate älter als das Fräulein. Diese bringt bisher allerdings erst ein eher schwer zu definierendes Wauwau zustande. Mama und Papa werden langsam, wobei ich immer noch nicht den Eindruck habe, dass sie weiß, wen sie damit eigentlich meint. Hier ist also noch einiges an Aufbauarbeit zu leisten.