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Bevor das Fräulein überhaupt richtig sitzen konnte, liebte sie schon das Schaukeln. Durch den Spielplatz vor dem Haus ist es uns auch möglich gewesen, jederzeit und wenn es sein musste auch nur für fünf Minuten, ohne größere Vorbereitungen schaukeln zu gehen.

Irgendwann schleppte der tolle Mann dann eine alte Schaukel von einem Arbeitskollegen an. Günstig zu haben, äußerlich durchaus schon etwas mitgenommen, aber technisch noch im einwandfreien Zustand.
Ich gebe zu, ich war damals skeptisch. Wozu sollte ich mir ein riesiges Schaukelgerüst in den Garten stellen, wenn ich eine Schaukel ganz umsonst vor der Tür habe?
Ich wurde allerdings eines besseren belehrt. Denn das Fräulein Wunder entwuchs den Babyschaukeln so schnell, dass das Gerüst kaum aufgebaut war, als sie bereits alleine auf das Brett der neuen Holzschaukel kletterte. Und es ist trotz allem wesentlich angenehmer, wenn man dazu den heimischen Garten nicht verlassen muss.

Natürlich sind kleine Kinder irgendwann in der Lage, alleine auf so einem Brett zu sitzen und sich, nach mehrmaligen und unaufhörlichen Ermahnungen der Erziehungsberechtigten, auch festzuhalten (nach drei Mal loslassen hatte auch das Fräulein Wunder eine Ahnung von Ursache und Wirkung),  aber das mit dem Schwung holen klappt lange, lange nicht.
Also verbrachte ich den letzten Sommer hauptsächlich damit, hinter dem Fräulein an der Schaukel zu stehen und sie unermüdlich „bis an die Decke“ (O-Ton Fräulein Wunder) anzuschubsen. Dieser Vorgang hat vielleicht noch bei den ersten paar Malen eine gewisse Romantik, nutzt sich dann aber sehr schnell ab. Man steht da, bekommt nen TennisSchubsarm und langweilt sich zu Tode.

Und hier kommt nun wieder die Schaukel im Garten ins Spiel. Das Brett hat der tolle Mann aus Versehen gerade so hoch gehängt, dass sich das Fräulein mit einiger Mühe darauf setzen kann, ohne mit den Füßen auf dem Boden zu schleifen.
Somit hatte sie jederzeit die Möglichkeit zum Training. Und siehe da, vor etwa zwei Monaten schaukelte sie sich eigenständig und vollkommen ohne fremde Hilfe „bis an die Decke“. Wir Eltern platzten vor Stolz. Während nämlich Chantalle-Rosie und Kevin-Torben sich noch krampfhaft an die Seile klammern und ihre Eltern immer wieder das Mantra „halt dich gut fest. Nicht loslassen“ in ihrem Rücken murmeln, sitze ich bequem auf der Bank und schaue meinem Fräulein Wunder beim Schaukeln zu.

Und da das Fräulein ja mit Nachnamen Wunder heißt, hörte es bei dieser Art von Schaukeln nicht auf. Aber seht selbst:

Schaukelwunder from Keks on Vimeo.

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Seifenblasen from Keks on Vimeo.

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… Piggeldy und Fredderick „Was ist Faulheit?“

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Im Laufe eines Mutterlebens arbeitet man ständig auf immer neue Großereignisse hin. Gerade die ersten Jahre sind extrem spannend und mit endlos vielen Hürden gespickt, die das Kind in mehr oder weniger hoher Geschwindigkeit nimmt.
Das fängt bereits in den ersten Wochen mit dem Warten auf das erste, echte Lächeln an, danach geht es um motorische Fähigkeiten wie das Greifen und Festhalten von Dingen oder das Wechseln von Gegenständen von einer in die andere Hand.
Irgendwann kommt dann die feste Nahrung. Die mittägliche Karotte wird eine ganze Weile zum Abenteuer weil weder Kind noch Mutter wissen, wie genau man mit diesem Zeug umgehen soll, das unauslöschliche Flecken hinterlässt.
Dazwischen irgendwo beginnt das Herumrollen, das Krabbeln, das Aufsetzen und schließlich das Hochziehen an Stühlen, Sofas und Tischen. Wenn dann die ersten vorsichtigen Schritte an der Sofakante entlang gelingen und das Kind dann schließlich auch die ersten Schritte an der Hand macht, schwillt das Mutterherz vor Stolz auf ungefähr die fünffache Größe an.

Auf der anderen Seite ist bei mir das Erreichen jeder dieser Fortschritte auch mit ein wenig Nervosität und sehr großer Wehmut verbunden. Nervosität, da es mir grundsätzlich schwer fällt, mich neuen Dingen zuzuwenden. Ich soll jetzt mittags einen Brei geben? Aber mit der Flasche funktioniert doch alles so toll. Ich soll die Babytrageschale durch einen richtigen Autositz für Kinder ersetzen? Aber wie schnalle ich das Fräulein dann an und wird ihr das auch gefallen, mit dem Gesicht in Fahrtrichtung zu sitzen?
Wehmut, weil ziemlich schnell klar wird, dass jeder Entwicklungsschritt auch ein Schritt weg aus dem mütterlichen Schoß bedeutet. Das Fräulein wird mit jedem Abschluss einer Entwicklung selbstständiger. Sie bewegt sich alleine fort, sie isst inzwischen ganz alleine mit einem Löffel und sie zeigt mir mit ihrem ausgestreckten Finger ganz deutlich, was genau sie haben will.

Der nächste Schritt, der im Hause Wunder anstand, war das eigenständige Laufen. Ich berichtete ja bereits von des Fräuleins ersten, eigenen Schritten. Trotz der oben beschriebenen Nervosität und Wehmut war ich in diesem Moment so unglaublich stolz, dass ich zum Einen mit meinem Strahlen wahrscheinlich eine ganze Kleinstadt mit Strom hätte versorgen können und zum Anderen die eventuell am Gartenzaun vorbeikommenden Menschen mit meinem Geheul und Herumgefuchtel ziemlich erschreckt habe.
Vielleicht war es eben das, was das Fräulein zurück an meine Hand trieb. Oder aber auch die Gewissheit, dass sie das mit dem Laufen ja jetzt alleine kann, es aber an Mamas Hand so bequem und sicher ist, dass man das endgültige Abnabeln ruhig noch ein wenig verschieben kann.

Es gibt einen Satz, an den ich in den letzten zwei Monaten immer wieder denken musste: „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“. Damals im Pekip haben wir uns noch ein bißchen lustig darüber gemacht, aber er half mir in der letzten Zeit dabei, meine Gelassenheit zu bewahren und das Fräulein nicht zu etwas zu drängen, was sie offensichtlich noch nicht will.

Gestern nun, verbrachten wir einen absolut wundertollen Tag im Park. Die Sonne schien, es war verhältnismäßig wenig los, eine sanfte Briese rauschte in den unzähligen Baumkronen und das Gras war samtweich unter den nackten Fußsohlen. Eben ein perfekter Tag um mit der Abnabelung zu beginnen.
Und wie das mit dem Fräulein Wunder oftmals so ist: Sie lief los und warf keinen Blick mehr zurück.

Up and away from Keks on Vimeo.

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