Wie Sie ganz einfach turmhohe Wäscheberge generieren können.

1. Nehmen Sie ein einjähriges Kleinkind und infiziere Sie es mit einem Magen-Darm-Virus.

2. Wechseln Sie jede Stunde die volle Windel, ergötzen Sie sich dabei an der seltsamen, beigen Farbe und dem unangenehmen Geruch und  tauschen Sie die Kleidung, die jedes Mal in Mitleidenschaft gezogen wurde, komplett aus (hier sei nebenbei erwähnt, dass ein sehr, sehr, sehr großer Vorrat an Babybodys von Vorteil ist).

3. Legen Sie das Kind dann abends ins Bett und warten Sie, bis sie selbst gerade eingeschlafen sind. Sie werden dann von lauten Würgegeräuschen geweckt. Auf dem Weg vom Bett zur Toilette schaffen es geübte Kinder sogar nicht nur Bett, Boden und Toilette in Mitleidenschaft zu ziehen, sondern zielgenau auch sämtliche Badvorleger zu treffen. Dass Sie den Schlafanzug und Schlafsack des Kindes (mehrmals) und Ihre eigene Garderobe (zwei Mal) wechseln müssen ist selbstverständlich.

4. Wiederholen Sie Punkt 3 etwa vier bis fünf Mal die Nacht, wobei zusätzlich das elterliche Bett einige Flecken abbekommt. Und vergessen Sie dazwischen nicht Punkt 2 ebenfalls mehrmals zu wiederholen.

5. Beziehen Sie am nächsten Morgen die elterlichen Betten neu (das des Kindes haben Sie natürlich in der Nacht schon neu bezogen, allerdings hat das Kind darin ja nicht geschlafen)

6. Verbringen Sie mit Ihren relativ fiten Kindern einen wundervollen Tag auf dem Spielplatz, bei dem Sie sich von Kopf bis Fuß ordentlich einsauen.

7. Lassen Sie sich in der nächsten Nacht von ihrem vierjährigen Kind durch lautes Weinen und Würgen wecken.

8. Vorsicht: Vergessen Sie nicht, nachdem Sie es zur Toilette getragen haben, dass Sie die Haare aus dem Gesicht des Kindes hätten halten sollen.

9. Verstärken Sie Ihre Anspannung durch das Aufwachen Ihres Kleinkindes und dessen anhaltendem, lauten Weinen.

10. Säubern Sie sich, das vierjährige und das einjährige Kind. Ziehen Sie das Bett ihrer großen Tochter inklusive Matratzenschoner ab und stecken Sie es in die Waschmaschine, die hoffentlich gerade mit den Sachen vom Vortag fertig ist.

11. Verfrachten Sie ihr vierjähriges Kind zu Ihnen ins Bett und versuchen Sie ihr Kleinkind in seinem eigenen Bett zum Schlafen zu bringen, bevor das große Kind erneut würgen muss.

12. Schleppen Sie sich und ihr Kindergartenkind etwa jede halbe Stunde zur Toilette, halten Sie die Haare ihres Kindes aus dem Gesicht und sprechen Sie beruhigend auf es ein.

13. Schicken Sie irgendwann ihren schlaflosen Partner hinunter ins Wohnzimmer, damit wenigstens einer ein paar Stunden Schlaf bekommt.

14. Richten Sie vor der Toilette eine Schlafstatt aus Matratze und Bettzeug von ihnen und ihrem Kind, beides frisch bezogen (natürlich).

15. Verpassen Sie am Morgen den Moment, in dem ihr Kindergartenkind sich wieder übergeben muss, weil Sie gerade dabei sind Ihrem Kleinkind erneut die volle Windel zu wechseln.

15. Beziehen Sie alle Betten noch einmal neu.

Und so könnte es weitergehen …

Beim Kinderarzt schlafen Sie im Wartezimmer ein, da Sie gefühlte drei Nächte kein Auge zugetan haben. Drei Tage später, der Tag ihrer großen Geburtstagsfeier mit über 60 Gästen, hängen Sie selbst auf der Toilette fest, während der Rest der Familie vergnügt feiert.

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