Der November ist bei mir klassisch der Monat, in dem jeder Funke Energie und Unternehmungslust relativ plötzlich erlischt. Ich habe keine Lust auf gar nichts. Am liebsten würde ich mich bis Anfang März in meinem Bett verkriechen, eine Millionen Bücher lesen, unfassbar viele Liter Tee trinken und den Rest der Welt Welt sein lassen.
Natürlich hat der November auch ein paar gute Seiten. Es macht wieder Spaß die Tage im Haus zu verbringen, wieder etwas mehr Gesellschaftsspiele zu spielen, auch mal ne Runde Fernsehen am Nachmittag einzuschieben oder eine Kanne Tee bis zum letzten Schluck heiß zu genießen.
Auf der anderen Seite stirbt meine Lust auf Sport, und die Disziplin beim Essen nimmt rapide ab. Spätestens im Dezember, wenn Plätzchen, Glühwein und Weihnachtsessen beinahe täglich auf dem Plan stehen, ist diese Verbindung tödlich für meine Figur.

Um meine Sportunlust entgegenzuwirken versuche ich wieder regelmäßig zum Sport aus dem Haus zu gehen. Habe ich das Frühjahr und den Sommer über lieber mit meinen DVDs Sport gemacht und war draußen Laufen, so konnte ich mich bereits Ende Oktober nur sehr schwer zu sportlichen Aktivitäten aufraffen. So sank mein durchschnittliches Sportpensum von fünf bis vier Mal die Woche erst auf drei, dann auf zwei und schließlich auf ein ziemlich verkrampftes Mal die Woche. Ich gebe zu, dass mich das inzwischen etwas panisch macht. Total psycho, ich weiß. Und ich weiß auch, dass ich morgens nicht aufwache und plötzlich wieder 90 Kilo wiegen werde. Und trotzdem. Irgendetwas musste passieren.
Also bin ich mittwochs wieder zum hiesigen Turnverein zur Step-Arobic gegangen. Allerdings war nach zwei Mal für dieses Jahr bereits wieder Schluss, da diverse Theaterproben und die Winterferien dazwischen kamen.

Schon länger erzählte mir meine Freundin Ramona von den Kursen, die sie montags in einem Fitnessstudio gibt. Da es sich hierbei um drei Kurse hintereinander handelt (Fatburner-Step, BBP und Yoga) nannte ich das für mich den „Iron Monday“. Und irgendwo in mir stand diese Frage: Könnte ich diese drei Stunden Sportpensum schaffen? Ich bilde mir ja nun ein, einigermaßen trainiert zu sein. Ich strotze jetzt nicht vor Muskeln, aber ich habe eine gewisse Kondition und meine Beine und mein Bauch können inzwischen einiges aushalten. Aber drei Stunden? Das ist schon Hardcore.
Und dann fand ich auf Groupon plötzlich dieses Super-Sonderangebot (6 Wochen für knapp 30 Euro – Guckst du hier) und es war klar, dass ich damit den Iron Monday ausprobieren musste.

Diese Woche war es dann so weit. Ich war echt ein bißchen ängstlich. Angst zu versagen. Angst nicht mithalten zu können. Angst feststellen zu müssen, dass ich eigentlich gar nichts kann und mir die ganze Schufterei bisher nichts gebracht hat. Angst mich zu blamieren.
Aber auch neugierig. Was kann ich wirklich? Wo liegt mein tägliches DVD Training im Vergleich von Schwierigkeitsgrad und erforderlichem Durchhaltevermögen?
Und nicht zuletzt freute ich mich tierisch darauf, zusammen mit Ramona Sport zu machen (die ohne Frage das absolute Fitnesstier ist. Ich bin immer noch total geflasht und demütig).

Pünktlich um 17.30 Uhr stand ich also vor meinem Step. Noch guter Dinge, mehr in freudiger als ängstlicher Erwartung.

Und dann ging es los.
Obwohl ich ja nun seit Jahren im hiesigen Turnverein zur Step Aerobic gehe, lernte ich doch viel Neues. Zum einen, dass es hierbei nicht immer nur um Choreo gehen muss, sondern dass es auch einfach reicht, einen konditionsmäßig komplett fertig zu machen (Fatburner-Step eben). Demnach die Schritte relativ einfach und bekannt, wenn auch manchmal anders benannt, neu das tänzelnde Wechseln auf den Nachbarstep und wieder zurück und vor allem neu das Hochbauen des Step (!).
Mein lieber Herr Gesangsverein. Wenn so ne Stufe mal 40, 50 cm hoch ist (statt 20) und du zwanzig Minuten rauf und runter steigen, hüpfen und tanzen musst, weißt du hinterher auch was du getan hast.
Erfreulicherweise war meine Kondition vollkommen ausreichend. Ich habe geschwitzt wie bekloppt und ordentlich nach Luft gerungen, aber so sollte Sport eben sein und ich empfand es nicht als unangenehm. Meine Beine haben aber schon ganz schön protestiert. Aber alles noch im Rahmen.
Wenn ich jetzt nach Hause gegangen wäre, hätte ich gesagt, es war anstrengend aber hat Spaß gemacht, weil es was Neues war und mich körperlich echt gefordert hat.

Aber ich hatte ja gerade mal ein Drittel geschafft.

Vor Bauch-Beine-Po hatte ich mit am meisten Respekt. Ich weiß, dass bestimmte Muskelpartien bei mir nicht sonderlich gut trainiert sind. Meine Arme können gar nix und selbst gewisse Bein- oder Bauchregionen sind schlechter trainiert als andere.
Und so kam es, dass nach einer Stunde intensiven Treppensteigens im Step die Beine weiter malträtiert wurden. Da fühlen sich deine Oberschenkel sowieso schon wie Pudding an und dann sollst du auch noch ordentlich in die Knie gehen, die Beine heben und strecken und dabei irgendwie aufrecht bleiben und nicht zusammenbrechen.
Ich habe nicht alle Wiederholungen geschafft. Musste zwischendurch öfter absetzen, nach Atem ringen, kreischende Muskeln massieren und Ramona innerlich verfluchen (ich befürchte, ich habe einmal sogar laut „ich hasse dich“ gesagt). Bei ihr sah das alles so einfach aus (die deutsche Jillian Michaels sozusagen). Ich hingegen wollte nur noch sterben.
Tatsächlich hat mich der Kurs ganz schön deprimiert. Ich wollte besser sein. Ich wollte da vielleicht nicht durchspazieren, aber wenigstens würdevoll vor mich hin stöhnen und die Übungen schaffen. Ging halt nicht.
Das ist aber wiederum das, was meinen Ehrgeiz anfacht. Warum ich nächsten Montag wieder dort bin, mich plage, Schmerzen haben und wieder versagen werde. In sechs Wochen will ich da raus gehen und mir sagen „das war jetzt richtig gut“.

Anschließend ein kurze Pause von fünf Minuten und danach zum Yoga auf der Matte ausstrecken. Für das nächste Mal weiß ich, dass ich mir frische Klamotten mitnehmen muss. Denn so verschwitzt zu entspannen ist nicht so ganz der Bringer.
Wobei ich noch etwas unschlüssig bin, ob ich das nächste Mal die Stunde Yoga nicht lieber in der Sauna verbringe. Denn egal wie, Yoga ist trotzdem Sport, zudem noch eher etwas für Menschen, die wesentlich gelenkiger sind als ich. Ich hatte keine Kraft mehr für gewisse Figuren, wackelte rum, weil mein Körper nur noch sehr widerwillig Spannung halten wollte und beim Entspannen am Schluss musste ich aufpassen, dass ich nicht einschlafe.
Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass mein Körper schon lange genug für diesen Abend hatte und mit dem Prinzip Yoga warm zu werden fällt mir sowieso schon immer schwer.

Ich schlief in dieser Nacht wie ein Stein. Am nächsten Morgen (und die nächste zwei bis drei Tage) schmerzten meine Arme, Schultern und Brustmuskeln und dies nur von vielleicht zwanzig Liegestützen. Der Rest des Abends hatte den Fokus eher auf Beine und Bauch und die fühlten sich gut an. Zwar irgendwie schwer und geschafft, aber es tat nichts weh. Das hat mir wiederum sehr gefallen. Das zeigt mir doch, dass mein bisheriges Sportprogramm nicht umsonst war, dass da Muskeln sind, die bereit für noch mehr Anstrengung sind und das auch gut verkraften.

Demnach stehe ich am Montag wieder um 17.30 Uhr vor meinem Step. Mit sehr viel Respekt und der Erwartung, dass ich spätestens bei BBP abkacken werde. Aber das ist in Ordnung. Wie ich auch immer dem Fräulein Wunder sage: „Du kannst nicht erwarten dass du alles nach fünf Minuten perfekt kannst. Manche Sachen muss man üben, üben und nochmal üben. Aber wenn es dann klappt, dann ist das das tollste Gefühl auf der Welt.“

In diesem Sinne ein angenehmes und geruhsames Wochenende. Vielleicht denkt ja der ein oder andere am Montag Abend an mich und sendet mir ein bißchen Muskelkraft. Ich kann sie ganz sicher gebrauchen!

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Da mich gerade meine Laufmotivation ziemlich im Stich lässt und ich zudem noch erkältet bin und somit gar nicht laufen könnte, selbst wenn ich wollte, bastle ich mir heute mal meine eigene Motivations- und Erfolgswand.

Nachdem meine Freundin Michi und ich im letzten Jahr beim Frauenlauf in Mannheim gestartet sind, hatten wir Blut geleckt und wollten mehr.
Also starteten wir in diesem Jahr recht früh am 21. März beim 29. Sandhofener Straßenlauf. Es war noch recht frisch, das Wetter die letzten Tage nicht so berauschend. Dafür kam während des Laufs die Sonne heraus und die Strecke, die über zwei Runden à 5 KM hauptsächlich über Feld und am Ende durch ein Wohngebiet führte, war sehr angenehm.
Grundsätzlich ist es bei solchen Läufen so, dass man am Start losläuft und einen dann nach und nach alle schnelleren Läufer überholen.

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Nach einer gewissen Zeit kommen dann nur noch vereinzelt Läufer von hinten angerannt und um mich herum sind nur noch Teilnehmer, die in etwa meine Geschwindigkeit laufen. Und immer ist einer dabei, der einen Tick schneller läuft als ich. An den hänge ich mich dann dran.
In Sandhofen war es ein Mann, der seine Runtastic-App auf volle Lautstärke gestellt hatte und der mir sozusagen zwischendurch immer wieder einen Zwischenstand lieferte. Zudem hat er ganz furchtbar geröchelt und hatte einen seltsamen Laufstil. Den habe ich versucht immer hinter mir zu halten. Ich weiß nicht, was gegen Ende mit ihm passiert ist, denn beim Zieleinlauf war er nicht mehr da. Und so schnell war ich leider nicht um ihn wirklich abgehängt zu haben. Aber er hat dafür gesorgt, dass ich eine wirklich richtig gute Zeit gelaufen bin. 10 Minuten schneller als in meinen bisherigen Trainings!

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Gesamtteilnehmer 10 km: 593
Platz Gesamtwertung: 543

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 56
Platz Klasse W40: 47

Gesamtzeit: 1:04 Stunden
Pace pro KM: 6:40 Minuten

Dann gab es eine längere Pause, bis zur Hitzeschlacht beim 2. Frauenlauf in Mannheim am 3. Juli 2015. Auf dieses Ereignis hatten wir mittwochs im Lauftreff hingearbeitet, hatten dort neue Freundschaften geschlossen und fühlten uns einigermaßen trainiert für die knapp 6 Kilometer.

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Dass es dann fast 40 Grad haben würde, damit hatte im Vorfeld keiner gerechnet und nachdem sich dies dann die letzte Woche vorher abzeichnete, hieß das Motto: einfach loslaufen, durchhalten und unterwegs nicht umkippen.
Die Strecke führte diesmal komplett durch und um den Luisenpark herum. Somit war für recht viel Schatten gesorgt. Außerdem hatte man die Wasserstationen verdoppelt und unterwegs Rasensprenger zur Abkühlung aufgestellt. Wie auch im letzten Jahr funktionierte die Organisation reibungslos. Selbst duschen konnten wir hinterher, trotz über 1.000 Teilnehmerinnen.
Ich möchte hiermit jedem, der gerne läuft oder walkt, diesen Frauenlauf ans Herz legen. Es macht so viel Spaß und ist mehr ein Event denn ein Lauf. Nicht umsonst lautet das offizielle Motto „Laufen wie es mir gefällt“. Hier kommt es nicht auf Zeiten, sondern auf den Spaß an. Und den hat man vorher, während und hinterher.
Tatsächlich haben wir dieses Jahr durch die Teilnahme am Lauftreff und unsere Anmeldung als Engelhorn-Sports-Lauftreff-Gruppe, den Pokal für die größte teilnehmende Gruppe gewonnen. Mit Preisverleihung und allem Zipp und Zapp.

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Gesamtteilnehmer 6 km: 1044
Platz Gesamtwertung: 329

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 392
Platz Klasse W40: 96

Gesamtzeit: 36:33 Stunden
Pace pro KM: 6:10 Minuten
(ca. Angabe, da die Länge der Strecke nicht so ganz eindeutig zu ermitteln ist)

Es folgte der 1. Frauenlauf Ludwigshafen am 4. September 2015. Leider konnte meine Freundin Michi diesmal nicht mitlaufen, da sie im Urlaub weilte. Also habe ich das erste Mal einen Lauf mehr oder weniger alleine bestritten. Wobei auch auf diesen Lauf im Lauftreff hingearbeitet wurde, so dass sich viele Mittwochs-Mädels dort einfanden.
Aber erst einmal hieß es sich anstellen, um sich seine Startnummer und Lauf-Shirt abzuholen. Das hat mir in Mannheim besser gefallen. Da kann man ein paar Tage vorher alle Unterlagen bei Engelhorn-Sports abholen und ist somit vorab gerüstet.

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Der Veranstaltungsort war ziemlich cool, direkt am Rhein, Start und Ziel vor der Bar, viele Zuschauer und Mitläufer. Hier war die größte Herausforderung definitiv die „Schneckennudel-Brücke“ die zur Parkinsel hinüber führt.

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Auf dem Hinweg ging es noch einigermaßen. Ca. Kilometer 1,5. Aber auf dem Rückweg, etwa Kilometer 4,5, ist das schon wirklich fies. Und dieser Drehwurm von Brücke scheint kein Ende zu nehmen. Aber wie hat meine Lauftrainerin Gaby immer gesagt: „Das mit den Anstiegen ist nur ne Kopfsache.“ Daran muss ich wohl noch arbeiten.
Die Strecke war etwas länger als in Mannheim, die Temperaturen wesentlich angenehmer. Und hinterher gab es noch einen kleinen Sekt mit Maracujasaft und die Siegerehrung mit beleuchtetem Rheinpanorama im Hintergrund. Schöööön. Und auch noch schnell wie der Wind gewesen. Was will man mehr?

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Gesamtteilnehmer 6,5 km: 616
Platz Gesamtwertung: 248

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 226
Platz Klasse W40: 83

Gesamtzeit: 39,20 Stunden
Pace pro KM: 6:00 Minuten

Der letzte Lauf fand dann vor kurzem, am 20. September 2015 statt: Der 21. Mutterstadter Volkslauf. Leider musste ich auch hier kurzfristig alleine starten, weil Michis Sohn krank geworden war. Das empfand ich schon als Herausforderung. Nach Mutterstadt, wo ich noch nie gewesen war, zu einem Lauf, den ich nicht kannte. Aber auch das war dann gar kein Problem. Ich traf auf dem Weg vom Auto zum Veranstaltungsort sogar einen guten Freund meiner Eltern und so war die Wartezeit vor dem Start und bis zur Siegerehrung angefüllt mit Fachsimpeleien.

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Auch bei diesem Lauf habe ich wieder jemanden gefunden, der mich ein paar Kilometer mitgezogen hat. Die Frau und ich liefen bestimmt zwei bis drei Kilometer zusammen, wobei ich immer den Eindruck hatte, sie macht das ganz locker und ich keuche aus dem letzten Loch. Aber dann, ganz plötzlich, blieb sie stehen und ich lief weiter. Später trafen wir uns bei der Getränkeausgabe und sie bedankte sich fürs Mitziehen und erklärte, sie habe Seitenstechen gehabt und hätte das Tempo nicht mehr mitlaufen können. Wie man sich doch manchmal täuscht.
Die 10 Kilometer waren toll. Zwei Runden durch den Mutterstadter Wald, die Sonne kam später noch heraus und es regnete, trotz meiner Befürchtungen, nicht. Meine Zeit war auch prima. Eine ganze Minute schneller als in Sandhofen zu Beginn der Saison. Wenn ich jetzt noch die Zeiten vom 6 Kilometer-Lauf auf einen 10 Kilometer-Lauf übertragen könnte, wäre ich der King.

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Gesamtteilnehmer 10 km: 338
Platz Gesamtwertung: 307

Gesamtteilnehmer Klasse W40: 23
Platz Klasse W40: 14 (das klingt doch cool, oder :D)

Gesamtzeit: 1:03 Stunden
Pace pro KM: 6:30 Minute

In diesem Jahr stehen noch zwei 10 Kilometer-Läufe in Maxdorf und Feudenheim an. Auf letzteren arbeitet gerade der Lauftreff hin, sodass wir auch dort sicherlich wieder mit mehreren Mädels starten. Wenn alles läuft wie geplant, haben Michi und ich damit erfolgreich am Engelhorn-Cup teilgenommen. Das wäre doch mal was.

Ich glaube, ich bin jetzt schon viel motivierter.

Übermorgen ist schon wieder Lauftreff und da ich mir immer vornehme, danach darüber zu bloggen und es dann nicht geregelt kriege, mache ich das jetzt eben vorher.

Ich muss gestehen, dass ich mir am Anfang auch nicht so genau vorstellen konnte, wie so ein Lauftreff funktioniert. Klar war nur, wenn man an fünf der acht Treffen teilnimmt, bekommt man einen 25 Euro Einkaufsgutschein von Engelhorn, was auf jeden Fall ein großer Anreiz war dort mitzumachen.
Außerdem sollten diese Treffen eine gute Vorbereitung auf den Frauenlauf Anfang Juli sein. Ich würde also bis dahin ganz sicher einmal die Woche Laufen.
Organisiert wird das Ganze von Engelhorn-Sports. Die acht Trainer arbeiten zum Großteil auch dort in der Laufabteilung (ich weiß also schon, bei wem ich meine nächsten Laufschuhe kaufen werde).

Das erste Treffen war extrem spannend für mich. Wir trafen uns im unteren Luisenpark und ich hatte Befürchtungen, dass da nur hübsche, trainierte Supersportlerinnen dabei sein würden, aber weit gefehlt. Von alt bis jung, von dick bis dünn, von Anfänger bis Fortgeschrittene ist dort alles vertreten.
Wir wurden in Gruppen eingeteilt, je nachdem wie man sich angemeldet hatte: „Ich laufe selten“, „Ich laufe gelegentlich“ und „Ich bin regelmäßig auf der Laufstrecke anzutreffen.“ Ich bin froh, dass ich mich auf anraten meiner Freundin für die mittlere Kategorie entschieden habe. Denn das entspricht wunderbar meinem Laufniveau.

Die Organisatoren verrieten uns dann auch, dass sie eigentlich mit einer Teilnehmerzahl von etwa 30 gerechnet hatten, schlussendlich wurden sie aber mit Anmeldungen förmlich überrannt und so hatten sich über 125 Mädels angemeldet. Die mittlere Gruppe umfasst die meisten Teilnehmerinnen mit schätzungsweise 60 bis 70 Frauen.
Wir begannen mit Warm-Up Übungen, die auch ein wenig Kraft erforderten und machten weiter mit einem Lauf-ABC, bei dem man eine festgelegte Strecke entlang hüpft (mal Knie oben, mal Bein ausgestreckt, mal Füße angezogen – den Ablauf beim Laufen sozusagen in kleinste Bewegungsabläufe zerteilt).
Danach ging es dann an den sogenannten „Dauerlauf“. Ich finde es bis heute irgendwie cool, dass die Trainer bei diesem antiquierten Begriff bleiben wo doch heute gerade beim Sport alles amerikanisiert wird.
20 Minuten Dauerlauf also und ich stellte befriedigt fest, dass ich im vorderen Drittel mit- bzw. hinterherlaufen konnte.

Die Woche darauf wurde die mittelschnelle Gruppe weiter aufgeteilt in langsam und schnell. Ohne groß darüber nachzudenken gesellte ich mich zu den schnellen Läuferinnen, von denen es dann gar nicht so viele waren. Vielleicht 10 oder 15. Und die waren dann echt schnell. Ich hechelte hinterher und dachte mir die ersten beiden Kilometer eigentlich nur, warum ich so doof gewesen war und mich so maßlos überschätzt hatte.
Dann gesellte sich unsere Trainerin Gaby zu mir und gemeinsam liefen wir die restlichen zwei Kilometer.
Am Anfang fand ich das ziemlich unangenehm. Mir hing echt die Zunge aus dem Hals und trotzdem konnte ich die vorderen Läuferinnen kaum noch sehen, während Gaby neben mir her joggte und fröhlich plappernd ein paar Tipps gab. Und das nicht nur mir, sondern jeder Läuferin, die uns unterwegs begegnete. Woher die Frau die Luft dazu hat, kann ich bis heute nicht verstehen.
Jedenfalls spornte Gaby mich zu absoluten Höchstleistungen an. So schnell war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Aber auch noch nie so ausgepowert.

Die Woche darauf war ich mir demnach ziemlich unsicher, ob ich wieder in dieser Gruppe mitlaufen sollte. Zumal ich den ganzen Tag mit den Kindern im Karlsruher Zoo umhergewandert war und meine Beine sich entsprechend schwer anfühlten.
Als ich dann aber zum Treffen kam erfuhr ich, dass man die Gruppen erneut neu aufgeteilt hatte. Diesmal nach Laufzeiten. Minuten pro Kilometer. Gaby übernahm die Gruppe zwischen 6.00 und 6.20. Und nun? 6.20 war bisher mein Renntempo. Von einer 6.00 träumte ich eigentlich nur. Andererseits mag ich Gaby wirklich gerne, weil sie so natürlich ist und einem wirklich ganz tolle Tipps gibt und aufbaut.
Ich entschloss mich also, es dann doch mit Gabys Gruppe zu versuchen. Diesmal waren wir nur fünf Mädels, sicherlich aber auch bedingt durch die Pfingstferien.
Wir begannen auch diesmal mit einem Warm-Up, diesmal aber jede Gruppe für sich. Es ging dabei um Stretching und Balance. Ich wusste gar nicht, wie schwer es ist eine Waage zu machen und dabei das Becken nicht zu drehen.
Danach folgten ein paar Laufübungen. Die Aschebahn unterhalb des Fernsehturms, wo wir uns mittlerweile immer treffen, hat eine Böschung auf der oben Bäume stehen. Diese passierten wir im Slalom, immer schön rauf und runter, am Ende noch eine Treppe hoch und dann gemächlich auf der Bahn zurück zum Ausgangspunkt. Danach wieder ein wenig Hüpftraining und abschließend ein paar Sprints. Dann kam der Dauerlauf. (Falls ihr jetzt denkt „Puh!“ habt ihr vollkommen recht).
Ich hatte diesmal Glück, dass zwei Mädels, die letztes Mal nicht dabei waren, mit uns liefen und noch langsamer waren also ich. Ich schätze mal, dass sie diese Woche die Gruppe wechseln werden, dann bin ich wieder die langsamste von der schnellen Mittleren-Gruppe. Aber das macht nix. Ich bin nämlich diesmal tatsächlich ganz knapp an der 6.00 vorbei geschrammt. Und ja, auch diesmal war ich fertig wie Hölle, aber stolz wie Bolle.

Ich freue mich auf jeden Fall auf diese Woche, einfach weil es Spaß macht und weil auch bereits Erfolge zu sehen sind. Ich wünschte, der Lauftreff würde bestehen bleiben, aber leider ist nach acht Mal Schluss.

Wer nun mal schauen will, wie das Ganze in Bildern aussieht, kann hier und hier mal vorbei schauen. Ab und an bin ich tatsächlich großformatig getroffen.

In letzter Zeit ist hier so viel los, dass ich leider nicht zum Aufschreiben komme. So viele Ereignisse wären einen Blogeintrag wert. Damit ich aber die vielen wundervollen Dinge, die mir in den letzten Wochen passiert sind, nicht vergesse, fasse ich sie hier heute endlich zusammen.

Chronologisch betrachtet muss ich mit dem Straßenlauf in Sandhofen beginnen, auch wenn es sich anfühlt, als sei das schon Äonen her.
Meine Freundin Michi und ich hatten uns recht spontan entschieden dort mitzumachen. Unter anderem auch deshalb, weil es sich hierbei um einen der fünf Läufe handelt, die zum Engelhorn Cup zählen. Wenn man drei der fünf Läufe mitmacht, kommt man in die Gesamtwertung (für die ich zu langsam bin, um irgendetwas zu gewinnen), wird zur Preisverleihung eingeladen und bekommt ein Sweatshirt. Lohnt sich also.
Jedenfalls sind wir dann also am 21.3.2015 in einem Teilnehmerfeld von über 300 Läufern gestartet. Und es lief wie Lottchen für mich. Keine Ahnung woher das plötzlich kam, aber ich bin gerannt wie noch niemals zuvor und war fast zehn Minuten schneller als in meinen bisherigen Trainings. Damit belegte ich in meiner Altersklasse Platz 47 von 56 Teilnehmerinnen. Ich bin stolz wie Bolle!

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Als nächstes stand die Entscheidung über den Kindergartenplatz für Miss Allerliebst an. Ende März bekam ich endlich, endlich die Zusage, dass sie ab Mai in den Kindergarten aufgenommen wird. Ich war wirklich glücklich. Zum Einen, weil Miss Allerliebst sowas von bereit für den Kindergarten ist und zum Anderen, weil ich mich dadurch endlich ernsthaft auf die Suche nach einer neuer Arbeitsstelle machen konnte. Dachte ich, bis mir dann aufging, dass ich ja noch ein Hortplatz für das Fräulein Wunder brauche, wenn sie ab September in die Schule geht. Aber gut. Ein Kind schon mal sicher untergebracht. Das war auf jeden Fall ein ganz großes Highlight.

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Meinen Vermittler bei der Bundesagentur für Arbeit hat der Kindergartenplatz auch sehr gefreut. So sehr, dass er mir gleich drei Stellenausschreibungen in die Hand drückte und mich damit zu meinem Bewerbungscoach bei Biotopia schickte. Der Typ dort war schwer beeindruckt: „Drei Stellenangebote und zwei davon im eigenen Haus (nämlich in der Bundesagentur für Arbeit selbst), der Vermittler muss Sie echt gern haben.“
Ich will mal so sagen … der Bewerbungscoach und ich lagen irgendwie auf einer Wellenlänge. Die wöchentlichen Besuche dort waren immer sehr entspannt und lustig. Kann ich also jedem Jobsuchenden wärmstens empfehlen. Er hat nicht nur meinen Lebenslauf aufgehübscht sondern auch die drei Bewerbungen mit mir geschrieben, die wir dann auch direkt von dort abgeschickt haben.

Keine Woche später bekam ich dann tatsächlich die Mitteilung, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch in der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim eingeladen sei. Ich war hin und weg. So schnell hatte ich damit überhaupt nicht gerechnet. Einen Tag vor dem Gespräch hatte ich noch einmal einen Termin bei meinem Bewerbungscoach und wir gingen ein paar Fragen durch, die bei einem Vorstellungsgespräch so auf mich zukommen können.
Am großen Tag selbst war ich einerseits wahnsinnig aufgeregt, andererseits aber auch einigermaßen entspannt. Ich hatte immer noch keinen Hortplatz für das Fräulein (auf telefonische Nachfrage hieß es, die zweite Vergaberunde sei durch und wir wären nicht dabei) und von daher kam eine Arbeitsaufnahme eigentlich nicht wirklich in Betracht. Aber Erfahrungen kann man ja schonmal sammeln.
Und obwohl ich mich wirklich auf das Gespräch vorbereitet habe, hatte ich mit der Frage „Was war bisher Ihr größter Misserfolg und wie sind Sie damit umgegangen?“ nicht gerechnet. Das war auch, meinem Gefühl nach, das einzige Mal, bei dem ich mehr gestammelt als geredet habe.
Cool auch: Als ich so vor dem Zimmer wartete bis ich an die Reihe kam (drei Bewerberinnen vor mir, zwei danach) hörte ich durch die Tür eine Frau sagen „Ach, die Frau Maaß. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, die kenne ich. Muss ich jetzt mal in Natura sehen.“ Leider war ich zu aufgeregt und habe vergessen sie zu fragen. Mir kam sie nämlich auch bekannt vor. Und extrem sympathisch. Auch der Job, der in Heidelberg zu vergeben war, reizte mich. Kleine Büros, Abrechnungen, Vertragsarbeit, Kundenkontakt am Telefon und ein wunderschöner Ausblick über den Odenwald, wie mir die nette Frau schmunzelnd versicherte.
Ich ging mit dem Gefühl, dass ich meine Sache wohl ganz gut gemacht habe, dass ich aber nicht gerade die Wunschkandidatin bin: Es wurde eine Vollzeitkraft ab Anfang Mai gesucht, ich suche aber eine Teilzeitstelle ab Mitte Juni.

Als nächstes war dann endlich die Anmeldung zum 2. Frauenlauf in Mannheim Anfang Juli möglich. Wie bereits im letzten Jahr nehmen Michi und ich teil und ich bin zuversichtlich, dass ich die Zeit vom letzten Jahr in den Schatten stellen werde.
Der Straßenlauf in Sandhofen war ein echtes Sportereignis, der Frauenlauf ist mehr so ein Spaßding und eben nur für Frauen, mit Rahmenprogramm und allem Pi-Pa-Po. Das Ganze läuft (ha,ha) unter dem Motto „Ich laufe, wie es mir gefällt“. Es sind also auch Walker oder Jogging-Walker (die, die noch nicht die ganze Strecke Joggen und daher zwischendurch ein bißchen Walken) willkommen. Wer also Lust bekommen hat, einfach mal hier vorbeischauen (und nein, ich bekomme keine Provision).

Und dann der Anruf von der überaus sympathischen Frau vom Vorstellungsgespräch: „Hallo Frau Maaß. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe Ihnen mitzuteilen, dass wir sie gerne einstellen möchten.“ Ich hätte vor Freude aus der Hose springen können. Und dann auch wieder nicht, als mir einfiel, dass ich immer noch keine Betreuung für meine große Tochter vorzuweisen habe.
Meine Eltern versicherten mir allerdings, dass sie eine gewisse Zeit gerne bei der Überbrücken behilflich sein würden und da noch genügend andere Verwandtschaft in Laufentfernung der Schule liegt, würden wir auch das irgendwie hin bekommen. Und noch war ja die Hortplatzvergabe insgesamt noch nicht abgeschlossen. Ich sagte also zu.
Ich habe also ab Mitte Juni eine neue Arbeitsstelle und noch dazu eine sympathische Chefin und einen tollen Ausblick aus meinem Büro (von dem ich mich in den nächsten ein, zwei Wochen auch noch persönlich überzeugen werde). Besser konnte es gar nicht kommen. (Und mein Vermittler bei der Bundesagentur bekommt bestimmt ne Medaille, weil er mich so schnell vermittelt hat, dass ich nur für ein paar klägliche Wochen Arbeitslosengeld erhalten werde ;)).
Aussage meines Bewerbungscoachs am Telefon: „Wow, das ist absoluter Geschwindigkeitsrekord.“ Er wird mir fehlen. *Schnüff*

Und dann, nach etlichen Telefonaten mit Meki (das Amt, das hier bei uns die Vergabe der Kiga- und Hortplätze regelt), einer Mail mit der Bestätigung meiner neuen Anstellung und einem kräftigten Drücker auf die Tränendrüse bekam ich vorgestern telefonisch die (rechtsunverbindliche) Aussage, dass wir in den nächsten Tagen Post bekommen würden. Wir haben einen Platz! Und das auch noch in dem Hort, in dem alle Freunde des Fräuleins bereits angenommen sind!! Doppeltes Yeah!!

Und zu guter Letzt noch mein sportlicher Glücksgriff: In Vorbereitung zum Frauenlauf veranstaltet Engelhorn Sports einen wöchentlichen Lauftreff. Die Plätze sind allerdings begrenzt und angenommen wird, laut Prospekt, nach Anmeldungseingang. Da wir recht spät dran waren, rechnete ich eigentlich nicht mit einer Zusage.
Und Zack – gestern Abend die Mail, dass ich angenommen bin. Das wird soooo cool! Zum Einen wird man dort von Fachmännern und -Frauen betreut, bekommt Tricks und Tipps zum Laufen, das auch noch kostenlos und wenn man an 5 von 8 Treffen teilnimmt sogar noch einen 25 Euro Gutschein von Engelhorn. Ich bin begeistert.
Und ein echtes Glücksschwein im Moment!

  • In der letzten Woche haben wir gleich zwei Mal Urlaub gebucht. Grundsätzlich mag ich das Planen von Urlauben nicht. Es macht mir keinen Spaß mich durch das WorldWideWeb zu wühlen oder Kataloge zu wälzen um nach dem für uns passenden Angebot zu schauen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich vorher gar nicht genau sagen kann, was ich wirklich will.
    Und so übernimmt der tolle Mann meist die undankbare Aufgabe, verbringt Abende und Nächte damit geeignete Angebote zu sichten und sie mir dann zu präsentieren. Und meist ist mir dann irgendein Aspekt des Ganzen nicht genehm. Der hat es also auch nicht gerade leicht mit mir.
    Und dennoch: Für dieses Jahr haben wir urlaubsmäßig richtig toll zugeschlagen. Nach Fastnacht fahren wir mit den Kindern in den Thüringer Wald in ein Hotel mitten im Schnee (hoffentlich) und einem Schwimmbad und leckerer Halbpension und hoffentlich ganz viel Erholung und Familienplüsch.
    Im Sommer hingegen besteigen wir das erste Mal als Familie ein Flugzeug. Nach etlichem Hin und Her und der Feststellung, dass zwei von drei Reisebüros, die wir zur Planungsunterstützung herangezogen haben, unseren doch eher geringen Ansprüchen nicht gerecht wurden, haben wir 10 Tage Andalusien gebucht. In einem Family-Club-Hotel mit AllInclusiv (Alkohol erst ab 10.30 Uhr, ich hoffe, wir überleben das), Poollandschaft, Poolbar, Kinderbetreuung, Sandstrand vor der Tür und Sevilla und Gibraltar in Reichweite. Ich freu mich wie ein Schnitzel. Denn warum auch immer, ist so eine Pauschal-Flugreise ein noch unerfüllter Traum von mir. Ich bin demnach schwer gespannt.
  • Bereits Anfang Januar habe ich wieder mit meinem Shred-Programm begonnen. Nachdem ich im Dezember nur noch gefuttert und nix mehr sportmäßig getan habe (am letzten Abend tatsächlich eine ganze Tafel Schokolade, das habe ich, glaube ich, schon seit Jahren nicht mehr gegessen), war das dringend nötig.
    Heute morgen habe ich den 3. Tag von Level 3 absolviert und bin erschüttert, wie brutal dieses Level ist. Irgendwie hatte ich das vergessen (oder verdrängt). Das ist also nur hinterher schön. Währenddessen stöhne und schnaufe ich, leide Schmerzen und schwitze mehr, als in den beiden vorangegangenen Leveln zusammen.
    Verblüfft hat mich, dass ich diese eine spezielle Übung (deren englischen Namen ich natürlich nicht weiß), bei der man sich im Liegestütz auf seine Hanteln stützt und dann abwechselnd erst die Hantel und dann das Bein hebt, bei meinem ersten Trainingsdurchgang im September nie geschafft habe und sie heute, ich möchte fast sagend spielend, bis zum Schluss durchhalte. Wo auch immer diese Muskeln in meinem Allerwertesten herkommen mögen: Herzlich Willkommen.
    Und wie schon das letzte Mal bin ich absolut begeistert, was dieses Training mit meinem Körper macht. Ich habe mich diesmal nicht gemessen. Ich schätze, weil es mich zu sehr deprimiert hätte nach der Fresserei im Dezember festzustellen, wie sehr ich mir meinen Körper „verhunzt“ habe. Aber ich habe ja Augen und einen Spiegel und das alleine ist diesmal absolut ausreichend.
    Ich spiele sogar ernsthaft mit dem Gedanken, mir für den Sommerurlaub einen (oder mehrere) Bikini zu kaufen. Heftig, ich weiß.
  • Die Kinder sind in letzter Zeit extrem ausgeglichen und lieb zu einander. Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn sie gemeinsam spielen. Meist kommt das Fräulein Wunder vom Kindergarten nach Hause und fragt dann Miss Allerliebst „Wollen wir Pferde/Eiskönigin/Autos/Fillys/Lego spielen“ und von Miss Allerliebst kommt dieses wie selbstverständliche „Jaha“ und dann sind die zwei für eine gute Stunde beschäftigt und man hört keinen Mucks. Eine Phase, ich weiß, aber eine gute. Die muss man ja auch mal erwähnen.
  • Der tolle Mann weilt dieses Wochenende auf der „Erlebnis Motorrad Messe“ und so gestalten wir drei Mädels unsere Tage alleine. Freitag waren wir Schwimmen. Es ist so schön zu sehen, wie sehr die beiden das Wasser lieben. Durch die Schwimmflügel habe ich auch keine Bedenken mit beiden im Wasser zu sein. Sie hüpfen und schwimmen und lassen sich treiben und genießen einfach die Schwerelosigkeit. Gegen Ende haben wir dann gemeinsam die Wasserrutsche entdeckt und ab da gab es kein Halten mehr.
    Am Anfang bin ich noch mit Miss Allerliebst auf dem Schoß gerutscht, aber irgendwann erklärte sie dann sie sei ja ein „großes Mädsen“ und könne jetzt alleine rutschen. So cool! Ich saß also dann irgendwann nur noch unten am Beckenrand und wartete darauf, dass die beiden unversehrt von der Rutsche wieder ausgespuckt wurden. Es folgten unzählige Ermahnungen auf dem nassen Schwimmbadboden nicht zu rennen (die tatsächlich nach dem 100.000 Mal und etlichen beinahe-Ausrutschern Wirkung zeigten), bevor sie wie der Blitz die Treppe rauf huschten um sich erneut in die Tiefe zu stürzen.
    Miss Allerliebst hörte man immer schon von weitem, weil sie freudig vor sich hin schrie, das Fräulein Wunder machte das eher würdevoll leise. Aber wie sie da so Hand in Hand davon dackelten war wirklich herzerwärmend.
  • Miss Allerliebst hat sich indes angewöhnt, sich unter der Woche, wenn das Fräulein Wunder im Kindergarten weilt, so ab elf in ihr Kinderzimmer zurückzuziehen. Nicht selten verkriecht sie sich nach einer Weile mit einem guten Hörspiel in ihr Bett und schläft dabei ein, aber manchmal verbringt sie auch einfach nur zwei Stunden spielend (was auch immer sie dann tut, ich bin ja nicht dabei) und wenn ich nicht ab und an nach ihr sehen würde könnte man meinen, sie sei gar nicht da. Ein Traum!
    Das Fräulein Wunder wurde hochoffiziell zu ihrer ersten Kinderfreizeit über Ostern eingeladen. Drei Übernachtungen in einer Jugendherberge mit täglichem Programm und Ausflügen. Noch ist ihr das alles zu viel und zu lang und zu unheimlich, aber alleine, dass sie persönlich mit einer handgeschriebenen Karte eingeladen wurde, macht sie stolz wie Oskar. Und mich auch. Hi,hi.
  • Auch wenn ich es auf Facebook bereits kundgetan habe, möchte ich doch nicht versäumen auch hier darauf hin zu weisen, dass der tolle Mann mich zu der Kinovorstellung der Backstreet Boys Dokumentation „Show ‚em what you’re made of“ begleiten wird.
    Am Anfang dachte ich ja, es wäre ein Scherz als er meinte, er würde mitkommen (weil ich vorher etwas rumgepienst hatte, dass ich wahrscheinlich niemanden finden würde, der sich das mit mir ansehen möchte, da die Freundinnen, die bei dem Thema ähnlich verrückt sind wie ich, zu weit weg wohnen). Aber inzwischen hat er mich davon überzeugt, dass er nicht etwa deshalb mitgeht, um sich über das alles lustig zu machen, sondern um diesen ganzen Hype und damit auch mich etwas besser verstehen zu können (wird er wahrscheinlich nicht, aber die Geste zählt :D). Ich weiß nur noch nicht, wie ich das verkraften soll, wenn AJ auf der großen Leinwand vor mir erscheint, ich ihn anschmachten will und mir dann klar wird, dass mein Mann neben mir sitzt. Es wird auf jeden Fall für uns beide eine ganz neue Erfahrung.
  • Wir bangen immer noch um den Kindergartenplatz ab April für Miss Allerliebst. Im Moment herrscht akuter Personalmangel in der Einrichtung und somit wird es wohl schwierig werden, die Miss noch unterzubringen. Leider. Oder auch nicht, wie man es nimmt. Ich bekomme dadurch die Gelegenheit, noch etwas länger zu Hause zu bleiben, was ich (so mal ganz im Vertrauen ;)) nicht das schlechteste finde.
    Eine Mail an die Agentur für Arbeit zwecks Termin, weil ja dann auch meine Elternzeit enden würde und ich auf Jobsuche gehen muss, blieb bisher unbeantwortet. Fängt ja schonmal gut an. Das ist noch so ein Thema, das mir etwas im Magen drückt und das ich unbedingt angehen muss.
  • In dieser Woche haben wir das Fräulein Wunder offiziell in der Schule angemeldet. Mich beschleicht dabei immer so ein gemischtes Gefühl. Auf der einen Seite ist es großartig zu sehen, wie groß und selbstständig das Fräulein bereits ist. Sie traut sich inzwischen so viel zu und ist sowas von bereit die nächste Stufe zu erklimmen und ein richtiges Schulkind zu werden. Für sie ist es definitiv eine gute Sache in die Schule zu kommen.
    Aber gleichzeitig ist da eben dieses Gefühl des Loslassen (müssen) und damit natürlich auch wieder ein Stückchen weniger Beschützenkönnen. Noch dazu verkompliziert so ein Schulbesuch natürlich auch die Freizeitgestaltung. Ich schrieb ja bereits über meine Bedenken.
    Gott sei Dank bin ich ja so ein Mensch, der Dinge ganz gut auf sich zukommen lassen kann. Zumindest das Thema Schule bereitet mit (noch) keine schlaflosen Nächte.

Hach, einmal angefangen fallen mir so viele Dinge ein, die kürzlich passiert sind. Ich hoffe, ihr seid vor Langeweile noch nicht eingeschlafen.

  • Am Mittwoch zum Beispiel, waren die Mädels wie immer im Chor. Von halb drei bis drei singen die Kindergartenkinder, danach eine halbe Stunde die Grundschulkinder und anschließend findet bis fünf ein Kindernachmittag statt. Da wird dann gebastelt oder gespielt oder sonstige, tolle Sachen gemacht. Das Fräulein Wunder hatte sich schon ein paar Mal überlegt, dass sie da gerne hingehen möchte, aber das würde dann bedeuteten, dass sie noch eine halbe Stunde (ohne Schwester oder Mama) singen und danach auch noch alleine zu diesem Kindernachmittag muss. Bisher schreckte sie davor noch zurück.
    Diesen Mittwoch verkündete sie dann nach der halben Stunde Singen, sie würde jetzt dann doch noch bleiben, mit den Großen weitersingen und anschließend in den Kindernachmittag gehen. Ich war total verblüfft, erklärte ihr, wie cool das sei und wie toll ich das fände, hakte aber noch einmal nach, ob ihr bewusst sei, dass ich jetzt mit Miss Allerliebst nach Hause müsse, weil ich zur Arbeit muss. Ja, ja, alles kein Problem. Und dann schob sie noch nach „Die machen nämlich heute im Kindernachmittag Pizza!“ und grinste von einem Ohr zum Anderen. Hach, das ist meine Tochter! Essen zieht einfach immer.
  • Abschließend hier noch der Zwischenstand von unserem Anbau: Wir haben eine neue Decke in der Küche, alle Wände und Decken sind verputzt, die Elektrik ist installiert (bis auf den einen Rolladen, der nachgeliefert wurde und die Dunstabzugshaube, die irgendwann aus Versehen abgeklemmt wurde), die Fußbodenheizung funktioniert inzwischen perfekt und letzte Woche wurde auch die Decke außen über der Treppe in den Garten gedämmt, damit endlich der Boden im Schlafzimmer oben abtrocknen kann.
    Jetzt fehlen also noch die Böden und die Türen. Nächste Woche werden noch ein paar Reste verputzt, die Böden kommen (hoffentlich) nach unserem Urlaub und dann können wir Mitte März (da hat der tolle Mann dafür Urlaub genommen) alles verputzen (Dekorputz), streichen und umräumen.
    Mittlerweile ist die Behelfslösung so sehr Alltag geworden, dass es mir ganz normal vorkommt. Ich schätze, an den vielen Platz, den wir am Ende im Wohnzimmer wieder haben werden, muss ich mich dann erst wieder gewöhnen. Und ich freue mich tatsächlich darauf, am Ende alles endlich wieder richtig zu putzen und nicht mehr diesen feinen Staub überall zu haben.
    Ein Ende ist also in Sicht. Halleluja.

Nun ist es gut einen Monat her, dass ich mit dem täglichen Shred aufgehört habe. Inzwischen habe ich mir einen neuen, sportlichen Rhythmus gesucht, der aber, wenn ich den Zahlen glauben mag, nicht ganz so effektiv ist. Aber der Reihe nach.

Inzwischen lege ich wieder viel mehr Wert aufs Laufen. Und da ich mir nicht mehr vorstellen kann, mit Kinderwagen zu joggen, muss ich Tage wählen, an denen die Kinder betreut sind. So hat es sich eingebürgert, dass ich mittwochs nach der Arbeit und samstags oder sonntags Morgens laufen gehe. Dann auch gerne mal 10 Kilometer, die laut meiner Laufapp unglaubliche 700 Kalorien verschlingen.

Zusätzlich versuche ich zwei Mal die Woche DVD-Sport zu betreiben. Angefangen habe ich mit dem Bauch-Beine-Po Workout. Das ist durchaus anspruchsvoll, fordert mich aber anders als die 30 Minuten Shred. Irgendwie hatte ich nach BBP nicht so dieses „Ausgepowert-Gefühl“. Ist ja aber klar, da sich das BBP auf Kraft und Shred viel auf Ausdauer konzentriert.
Außerdem erscheinen mir manchmal 50 Minuten Workout für BBP sehr lang. Lang im Sinne von „eigentlich habe ich keine Zeit dafür, weil ich noch dies oder jenes machen müsste“. Inzwischen habe ich es aber eigentlich ganz lieb gewonnen. Ich komme jedenfalls genau so ins Schwitzen, wie bei meinem 30 minütigen Shred.
Ich habe irgendwann dann die Extrem-Shred-DVD ausprobiert. Der Anfängerkurs hat mich allerdings nicht überzeugt. Zum einen hörten die Übungen irgendwie immer dann auf, wenn sie anfingen anstrengend zu werden und zum anderen sind da Übungen dabei, die ich koordinationstechnisch gar nicht hinbekomme. Boxen zum Beispiel: Jeder Arm führt einen anderen Schlag aus und es ist sehr schlecht zu erkennen, wie der nun richtig geführt wird. Hier hätte ich mir einfach ein bißchen mehr Erklärung oder eine Anleitung in Zeitlupe gewünscht.
Da ich dadurch etwas gefrustet war, habe ich die Fortgeschrittenen-Variante bisher noch nicht ausprobiert. Kommt sicherlich irgendwann.

Am liebsten greife ich also auf ein Level meines 30 minütigen Shred Programmes zurück. Das geht schnell, ist effektiv und die Übungen sind mir vertraut. Meist sind diese montags und freitags an der Reihe, so dass ich mehr oder weniger jeden zweiten Tag Sport mache. Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht?

Sobald die Temperaturen draußen wieder erträglicher wurden, habe ich auch wieder mehr bzw. anders gegessen. Abends überkommt es mich immer öfter und ich greife mal zu Gummibärchen oder leere mit dem tollen Mann eine ganze Packung Salzstangen. Auch gönne ich mir zwischendurch auch mal etwas Süßes, wie am Dienstag ein leckeres Stück Kuchen oder mal ein Eis oder einen leckeren Nachtisch. Von daher schwankt die Waage mal rauf und mal runter, aber sobald ich wieder mehr darauf achte, was ich esse (weniger süß, mittags mal nen Salat), kriegt sie sich sofort wieder ein.

Die Werte sind diesmal dann auch erwartungsgemäß nicht ganz so überragend wie sonst (wenn man bedenkt, dass das diesmal vier Wochen und keine zwei waren). Immerhin ging kein wichtiger Wert nach oben, das ist ja schonmal was und wenn man bedenkt, dass ich die letzten 7 Tage vier Mal essen war, erscheint das ja alles auch noch in einem anderen Licht ;).
Die Waage zeigt erfreuliche 1,3 Kilo weniger und ist damit das erste mal unter 70 gefallen. Yeah! Oberarme haben 0,5cm mehr und der Brustumfang ist um 1 cm angestiegen. Hier kann man auch durchaus Messfehler vermuten. Wobei natürlich die Arme, gerade bei BBP, sehr gefordert sind.
Taille hat weitere 2 cm verloren, Hüfte 1,5 cm und Po 1 cm. Die Oberschenkel sind diesmal der Spitzenreiter mit phänomenalen 2,5 cm weniger (wenn man bedenkt, dass sie die zwei Monate davor insgesamt nur 0,5 cm verloren hatten).

Insgesamt bin ich also mehr als zufrieden und bin doch positiv überrascht, dass die Werte weiterhin nach unten gehen. Ich bleibe also weiterhin dabei und überlege schon Strategien für den Winter. Denn da ist abends laufen gehen wegen der führen Dunkelheit wahrscheinlich weniger angesagt. Ich werde berichten.

Habe im Netz noch drei Fotos gefunden (2 x Start, 1 x Ziel), auf denen ich zu sehen bin. Wer mich findet bitte mit rotem Edding einkreisen 😀

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